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Geschmacklosigkeit des Jahres

CDU-GDP-Polizist vergleicht beabsichtigte
Identifizierungsnummer für Polizisten
mit Judenverfolgung

Die von den Grünen geforderte Kennzeichnungspflicht der Bremer Polizisten durch eine Identifizierungsnummer soll laut WK (19.8.11) der CDU-Parteipolizist und stellvertretende Polizei-Personalratsvorsitzende Rolf Oehmke (GdP) folgendermaßen kommentiert haben: „Das erinnert uns ans Dritte Reich, da hat man Personen auch mit Kennzahlen versehen.
Für CDU-Polizist Oehmke reicht es, daß seine Kollegen als Mitglied einer Polizei-Gruppe gekennzeichnet werden, da es ja auch keine Kennzeichnungspflicht für Demonstranten gäbe.
WK 19.8.11
CDU-Polizist Oehmke ist mit diesem Vergleich ja in guter Gesellschaft mit seiner Partei, die seinerzeit mit dem Leid jüdischer Bürger in der Nazizeit ihre Schwarzgeld konten in der Schweiz vertuschen wollten.
Daß sein Argument, Demonstranten seien ebenfalls nicht gekennzeichnet , hier nicht paßt, weil 1. Demonstranten in der Mehrzahl nicht vermummt sind und 2. nicht uniformiert, erkennt CDU-Polizist Oehmke nicht.

Ehrengast Eiswette 2012:
Deutsche Bank -Chef Josef Ackermann

Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann.2004 mußte sich Josef Ackermann vor Gericht verantworten. Die Anklage gegen ihn und fünf weitere Beteiligte im so genannten Mannesmann-Prozess – darunter der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Mannesmann AG, Klaus Esser und der frühere IG Metall-Vorsitzende Klaus Zwickel – lautete auf Untreue. Die Angeklagten standen unter dem Verdacht, den Düsseldorfer Konzern im Rahmen der Übernahme durch Vodafone im Februar 2000 durch überhöhte Prämienzahlungen an Esser und weitere Manager um rund 110 Millionen Mark geschädigt zu haben.
Nachdem die Düsseldorfer Justiz alle Beteiligten zuerst freisprach, wurde das Verfahren eingestellt bei Zahlung in Höhe von (für Ackermann) 3,2 Millionen Euro. Bei Verurteilung zu einer Geldstrafe wäre die höchstmögliche Strafe 3,6 Millionen Euro gewesen und Ackermann wäre damit vorbestraft gewesen.
Interessant am Rande: Der frühere Chef des Bundesnachrichtendienstes und SPD-Parteigenosse Ernst Uhrlau, hat jetzt einen Posten bei der Deutschen Bank. Quelle: Spiegel 6/12

Die Geschmacklosigkeit 2011: Ehrengast Thilo Sarrazin

Es soll ja eine Ehre sein, wenn man in Bremen zur Traditionsveranstaltung Bremer Eiswette eingeladen wird. Doch warum ehrt man Thilo Sarrazin in Bremen mit dieser Einladung? Ein Mann, der - im wohlwollendsten Fall - umstritten ist.

Der Eiswettpräsident: Diakon und Ex-FDP-Chef

Eingeladen wurde Sarrazin von Peter Braun, Eiswettpräsident, Ex-Bremer FDP-Chef, Alt-Diakon der St. Petri-Gemeinde (evangelische Kirche) "Geschäftsführender Gesellschafter der Peter Braun Personalberatung GmbH, Bremen
Doch nicht erst seit seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" ist Sarrazin mit abstrusen Vererbungslehretheorien bezüglich Ausländern unangenehm aufgefallen: Gegen den Ex-SPD-Genossen und Ex-Vorstand der Bundesbank wurde bereits 2004 Anklage erhoben. Ihm wurde vorgeworfen, Landesgelder regelwidrig vergeben zu haben. Gegen den ermittelnden Oberstaatsanwalt stellte Sarrazin eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Das Landgericht Berlin lehnte es ab das Hauptverfahren zu eröffnen.
Übrigens: Sarrazin hat noch nie unter normalen Bedingungen gearbeitet. Nach dem Volkswirtschaftstudium bekam der SPD-Genosse sofort einen Job als Assistent in der SPD-Friedrich-Ebert-Stiftung. Danach wurde er nahtlos Politiker. Mischte unter anderem aber auch bei der „Treuhand“ und der Deutschen Bahn mit.
In seiner Amtszeit ermöglichte er es dem Golfclub Wannsee ohne zwingenden Grund einen günstigen Pachtvertrag und verzichtete dadurch auf drei Millionen Euro.
Ein Mann der Karriere machte, über die sprachlichen Fähigkeiten anderer urteilt, obwohl dessen eigene Fremdsprachenkenntnisse bezüglich seiner Aussprache nicht einmal Grundschulniveau erreichen.

Bremen meinte also einen Mann einladen zu müßen, dem der Zentralrat der Juden in Deutschland vorwarf wegen dessen abwertender Äußerungen über Ausländer in die Nähe des Nationalsozialismus zu gehören. Der Generalsekretär des Zentralrates der Juden, Stephan Kramer sagte, die Sätze Sarrazins seien „perfide, infam und volksverhetzend“.
Sarrazin scheute sich auch nicht, für die Buch-Recherche offenbar Mitarbeiter seines Bundesbankbüros einzusetzen. Dreimal sollen diese beim Berliner Büro der OECD nach Material, unter anderem zu Immigrationsfragen, nachgesucht haben.
Vor diesem Hintergrund fragt man sich, in welcher Funktion dieser Ex-SPD-Genosse in diesem Bundesland eine Rolle spielen sollte.....
.....es sei denn als Bügeleisen des Eiswettschneiders. Aber nur wenn "die Weser geiht". Da wäre das Problem Sarrazin dann aber ein für allemal gelöst gewesen.
Der ursprüngliche Wettpreis BRAUNER Kohl und der Name des Eiswettpräsidenten BRAUN bekommen so eine gänzlich andere Bedeutung. Wie man in den Medien las, soll so mancher aufgrund dieser Einladung hinterher richtig platt gewesen sein. Es wurden Reifen zerstochen an den Behördenfahrzeugen. Eine Methode von Andersdenkenden, mit der Sie sich auf eine ähnliche Stufe stellen, wie Sarrazin und auch wie Rechtsradikale. die wenden z.b. in Chemnitz ähnliche Methoden an, indem sie einem jüdischen Restaurantbeitzer unter anderem die Reifen zerstachen.
Der Staatsschutz ermittelt im Bremer Fall. Doch hoffentlich gegen Sarrazin?

Interessant am Rande:
Sarrazin darf trotz allem in der SPD bleiben. Während er gleichzeitig sein Buch weitervertreibt, reichte der Partei eine verbale Äußerung Sarrazins, er habe das alles nicht so gemeint. Parteichefin Nahles nannte den Vorgang einen „klugen Weg“. Kurt Beck (SPD) schlug versöhnliche Worte an. „Jemand, der sich einsichtig zeigt, dem sollte man auch die Chance geben“

Anders sehen das die direkt Betroffenen: Der Gründer des „Arbeitskreises jüdischer Sozialdemokraten“, Sergey Lagodinsky, und der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände (BAGIV), Mehmet Tanridverdi, kündigten laut Medienberichten ihren Parteiaustritt an.

So kann die "aufrichtige" SPD nun weiter am linken und gleichzeitg am rechten Rand nach Wählerstimmen fischen.