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Geschmacklosigkeit des Jahres

Das "nachhaltige" Bremen:
Wiesenhof wird Werder-Sponsor

Im August 2012 wird der Geflügelfabrikant Wiesenhof Werder-Sponsor.
In 2011 wurden schockierende Zustände bei "Wiesenhof"-Vertragsfarmen bekannt: Vom Geflügelproduzenten "Wiesenhof" beauftragte Mitarbeiter treten Puten, schleudern sie durch die Luft und werfen sie in Käfige auf einen Lastwagen. In der ARD wurde das alles am 31. August 2011 gesendet. Titel: "Das System Wiesenhof. Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und die Umwelt ausbeutet". Nach Ausstrahlung des Berichts in der Schweiz reagierten die dortigen Supermarktketten sofort: "Wiesenhof-Produkte" wurden aus dem Sortiment genommen. 2016 gibt es erneut Vorwürfe wegen übler Methoden bei der Gänsemast in Betrieben die für die PHW-Gruppe (dazu gehört Wiesenhof) arbeiten.
Wie anders im ach so nachhaltigen Bremen: Dort wird "Wiesenhof" ins Sortiment genommen: bei Werder Bremen. Doch solche Vorfälle gab es nicht zum ersten Mal: Bereits 2010 wurden ähnliche Bilder aus einem Wiesenhof-Betrieb öffentlich. Wiesenhof versicherte damals, sie würden Maßnahmen dagegen ergreifen - was nicht der Fall war.
Doch nachdem die tierquälerischen Vorfällen nun erneut bekannt geworden waren, traten die Marktstrategen von "Wiesenhof" die Flucht nach vorn an und zauberten nach Jahrzehnten ausschließlicher Massentierhaltung plötzlich ein neues Aufzucht-Konzept: "Privathof-Hähnchen" aus dem Zylinder.
Schnell fand er Kooperationspartner: z. B. den "Deutschen Tierschutzbund" und natürlich Werder Bremen.
Die Massentierhaltung betreibt "Wiesenhof" natürlich weiter. Und der Bremer Tierschutz-Verein - gleichzusetzen mit dem Tierschutzbund (Wolfgang Apel war Präsident und später Ehrenpräsident des "Deutschen Tierschutzbundes") verteilt "rote Karten" an Werder. obwohler selbst mit Wiesenhof kooperiert. anstatt boykottiert.
Und "Wiesenhof" erklärt zynisch: „Jetzt kann der Verbraucher entscheiden, wie viel ihm ein Mehr an Tierwohl wert ist“ ( Wiesenhof-Chef Peter Wesjohann).
Der Werder-Vorstand erklärte übrigens bezüglich seinem neuen Sponsor: es ginge ihm nicht ums Geld.

Bremer Medien berichten erst Jahre später
über den Skandal

Übrigens: erst Jahre später berichtet "Buten&Binnen" am 26.11.15 über die zweifelhafte Zusammenarbeit des "Deutschen Tierschutzbundes" mit "Wiesenhof" und "verkauft" das den Zuschauern als Neuigkeit.


Anfang 2014 verlängert Werder mit Wiesenhof den Vertrag.

Werders Sponsor wegen Preisabsprachen verurteilt

2014 wird Werder-Sponsor WIESENHOF für kartellartige Preisabsprachen , mit weiteren Fleichfabrikanten wie Könecke, zu Geldbußen von insgesamt 338 Millionen Euro verurteilt.
Zu Könecke bitte auch lesen: "Pinocchio-Award für den Beitrag im Zusammenhang mit der Schließung der Könecke Fleischwarenfabrik" und "Der Steuerbetrüger-Unternehmer und sein "SPD-Aufsichtsrat" Beckmeyer"

B.U.N.D, Böhrnsen und Mäuerer schweigen

Fazit der ganze Vorgang ist genauso geschmacklos, wie Geflügel aus Massenproduktion. Und Bremen macht sich wieder mal einen Namen als niveauloseste Stadt Deutschlands.
Und was sagte der B.U.N.D. Bremen und die Bremer Politker dazu? Der B.U.N.D. Bremen dessen Bundesverband aufrief keine "Wiesenhof"-Produkte zu kaufen: er schwieg.
Zum B.U.N.D. Bremen bitte lesen "Der :.B.U.N.D. Bremen". Hier besonders "Die B.U.N.D.-Mitarbeiterin und die Massentierhaltung"...

La
ut Bremer Medien rief der Grüne Jan Saffe, Bürgerschaftsabgeordnete, zum Boykott aller künftigen Werder-Spiele auf. Doch die Genossen SPD-Bürgermeister Böhrnsen und SPD-Innensenator Mäuerer schweigen, da es nicht Aufgabe der Politik sei, das Sponsoring von Werder zu kommentieren, hieß es im WK v. 10.8.12 dazu. Erstaunlich, sind es doch unsere Bremer Politiker, die eng mit Werder verbunden sind und sich gerne im Glanz dieses Vereins sonnen, wenn Werder Deutscher Meister wird.
Die Bremer Politiker hätten durchaus die Macht Werder Bremen gegen eine solche Sponsorenauswahl unter Druck zu setzen. Schließlich bekommt der Millardenkonzern Werder durch die Bremer Steuerzahler via Bremer Politiker jedes Jahr horrende Summen. Doch es auf die Fussballfans abzuwälzen ist natürlich einfacher. Ausserdem weiss Herr Saffe, dass keiner der Fans ein Spiel versäumen will.

Zu "Werder" bitte auch lesen: "Werder Bremen sucht Sponsoren im totalitären China"

Bitte dazu lesen: "Werder, Sportamt und die Bremer Weserstadion GmbH"
und:
"Zech, Weserstadion, Dittbrenner (SPD), Eckhoff (CDU)"
und:
"Polizei lässt sich Wache durch Weserstadion GmbH bezahlen", Die Steuergelder und die Weserstadion GmbH", "Der Werder-Präsident und sein Job als Leiter der Verwaltungshochschule" und "Werder-Präsident früher AOK-Sprecher"

Wer sehen möchte, wie "Wiesenhof" so "spielte":
http://www.youtube.com/watch?v=uDIqiN49bmA

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