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Medienpreis "Schwarzer Kanal"

Der Medienpreis Schwarzer Kanal wird für besonders dreisten,
irreführenden, "unterirdisch schlechten"- Journalismus vergeben

Karl-Eduard von Schnitzler, auch "Sudel-Ede" genannt, Chefkommentator des DDR-Regimes, zeichnete sich als Journalist in seiner Sendung "Der schwarze Kanal" in den 60er/70er-Jahren dadurch aus, daß er Vorgänge so lange verdrehte, bis es ins Bild der Machthaber paßte.

Mit dem Medienpreis "Schwarzer Kanal" wird ausgezeichnet:

Für das B&B-Team für wiederholte
versteckte Hetzkampagnen gegen Erwerbslose

Am 1.8.12 berichtet B&B über das "Almende-Möbellager der Diakonie (evangelische Kirche, in dem 1-Euro-Jobber (Injobber) arbeiten müssen.
Originalton der B&B-Moderatorin Katja Pietsch,Tochter eines der früheren BSAG-Chefs, Wolfgang Pietsch): in dem Möbelllager seien Hartz IV-Empfänger beschäftigt, um wieder "einen Arbeitsalltag zu lernen"
Im anschließenden Film von Anna Berghut wird ein Beispiel für einen "Hartz IV"-Empfänger genannt. (Das Unwort "Hartz IV" wird von vielen Medien benutzt, obwohl es ALGII-Empfänger heißt).
Selbstverständlich ein ehemals Drogenabhängiger, der durch einen 1-Euro-Job eine Festanstellung bekam. Das benutzte die Filmemacherin Berghut, um einerseits das 1-Euro-Job System zu rechtfertigen und gleichzeitg ALG II-Empfänger zu diskreditieren. Der Bericht kommt harmlos für den daher, der nicht die zurückliegende Berichterstattung Bremer Medien (B&B / WK) kennt. Doch in der Vergangenheit war die übliche Methode von Weser-Kurier und B&B grundsätzlich ALG II-Empfänger( und das wäre die korrekte Bezeichnung und nicht "Hartz IV-Empfänger") entweder als ehemalige Drogenabhängige darzustellen, oder als Angehörige niedriger sozialer Schichten - meistens beides zusammen.
Das hat Tradition beim B&B-Team und beim WK. Denn mit dieser tendenziösen Sichtweise kann man hervorragend die 1-Euro-Jobs rechtfertigen. Vor allem aber immer wiederkehrende Sprüche wie "einen Arbeitsalltag zu lernen, "geregelten Tagesablauf zu lernen", "Verantwortung zu übernehmen""
Darüber hinaus verschweigt Berghut in ihrem Film - auch wie üblich bei B&B -, dass die evangelische Kirche ungeheuere Summen an der Beschäftigung von 1-euro-Jobbern verdient.
Und weiter gehts in dem Beitrag mit den für B&B stereotypen Aussagen:
Berghut läßt den ehemaligen Drogenabhängigen sagen: bei dem Job bekäme er wieder ein neues Selbstwertgefühl. (daß Frau Berghut hier munter 1-Euro-Jobs vermischt mit den fast nie folgenden Festanstellungen, merkt sie dabei nicht.) Anna Berghut weiter: "...viele von Ihnen haben schwere Schicksale hinter sich. Hier solllen sie wieder einen geregelten Tagesablauf lernen und Verantwortung übernehmen"

Auch später hetzt Radio Bremen (B&B) weiter: immer wieder ist von Vererbung der Arbeitslosigkeit die Rede (ein Sprachgebrauch wie bei den Rassengesetzen in der Nazi-Zeit). So z.B. am 13.4.2017.

Verantwortung übernehmen wie SPD-Ministerpräsident Beck?

Verantwortung übernehmen?! Da war doch was! Ach ja: Genosse Kurt Beck SPD-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz
Er übernahm auch "Verantwortung" - auf Politikerart. Und zwar im Juli 2012 für die Pleite seines Projektes Nürburgring-Vergnügungspark. Aufgebaut mit 330 Millionen Euro Steuergeldern, die nun größtenteils futsch sind.
Wie die Übernahme von Verantwortung für einen Politiker aussieht: Er bleibt einfach im Amt - wie Kurt Beck es jetzt tat.
Übrigens hingen auch ein paar alte Bekannte aus Bremen mit drin. Mehrere frühere Mitarbeiter des Bremer Pleite-Projektes "Space Park" waren auch bei der Nürburgring GmbH beschäftigt, darunter der kaufmännische Geschäftsführer Hans Lippelt sowie der Marketingdirektor Andreas Bruckner.

Übrigens: Das Land Rheinland-Pfalz als Mehrheitseigentümer der Nürburgring GmbH ließ durch die Staatsanwaltschaft Koblenz Ermittlungen gegen einen Journalisten einleiten. Der Journalist hatte kritisch über den Bau des neuen Freizeitparks an der Rennstrecke in der Eifel berichtet. Seine Kameras und Mobiltelefone wurden beschlagnahmt.
Doch so etwas kann den Staatsjournalisten von B&B nicht passieren: denn wer nicht kritisch berichtet, wird auch nicht verfolgt.
auf jeden Fall wird so eine Berichterstattung sicherlich die Bremer Parteigenossen erfreuen. Wir erinnern:
Jan Metzger, Intendant von Radio Bremen. Sein Vater: Günther Metzger, ehemaliger SPD-Oberbürgermeister von Darmstadt. Jan Metzgers Großvater Ludwig war SPD-Bundestagsabgeordneter. Seine Schwägerin Dagmar Metzger, SPD-Abgeordnete.
Frau Pietsch ist die Tochter eines der früheren BSAG-Chefs, Wolfgang Pietsch. Die BSAG (Bremer Straßenbahn AG" )war in einschlägigen Kreisen als Versorgungsanstalt für verdiente Bremer Parteigenossen bekannt.
Genauso erfreut, wie über die obige Berichterstattung, waren die Genossen bestimmt auch, als B&B vor kurzem fröhlich über ein Seifenkistenrennen am Wall berichtete, anstatt über die Tatsache, das am Wall fast jedes 5. Geschäft leersteht.

Hetzkampagnen-Journalismus mit üppigem Geld vom Staat

Diese Art von verstecktem Hetzkampagnen-Journalismus betreiben genau diese Journalisten, die mit dem Geld der Bürger vom Staat bezahlt werden. Doch beim journalistischen Niveau von Buten & Binnen kann man auch keine anderen Beiträge erwarten. Hat man es doch überwiegend mit Moderatoren zu tun, die nicht mal in der Lage sind ohne Textkarten längere Sätze zu formulieren, ohne sich zu versprechen.


Apropo Drogenabhängige: aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen wurden wir informiert, dass es im Umfeld der B&B-Mitarbeiter auch den ein oder anderen Konsumenten harter Drogen gab. Doch diese werden niemals die Karriereleiter "runterfallen", denn deren "Arbeitsalltag" wird nicht durch Leistungskontrolle bestimmt . (siehe oben: ständiges Versprechen trotz Textkarten). Dafür sorgt schon die eng gewebte soziale Hängematte dieses öffentlich rechtlichen Senders.

Bitte dazu auch lesen:
"Kann man Arbeitslose an der Körperhaltung erkennen?"

Die WK-Propaganda für 1-Euro-Jobs: ALG II-Empfänger, zahnlos und drogenabhängig, aber mit neuem Selbstwertgefühl Bernd Schneider"

"Wie Radio Bremen 1-Euro-Job Ausbeuter positiv darstellt"
und
"RB-Intendant kommt aus strammer SPD-Familie"
und
"
B&B vertuscht weiterhin bei 1-Euro-Jobs"
und
"Radio Bremen verharmlost weiter Zwangsarbeit "

Der Bericht von B&B vom 30.3.2012 über die gekündigten Schlecker-Mitarbeiter

Am 30.3.2012 verbreitet Buten & Binnen mal wieder einen seiner typischen gute Laune-Berichte.
(Dazu bitte lesen: "Investigativer- Journalismus made in Bremen: das Image Bremens voranbringen"

Anläßlich der Kündigung von 120 Bremer "Schlecker"-Beschäftigten (bundesweit verloren gleichzeitig 11.000 "Schlecker"-Angestellte ihren Arbeitsplatz) läßt eine B&B ein Tv-Team durch die Obernstraße flanieren "auf der Suche nach neuen Jobs für die gekündigten "Schlecker"-Mitarbeiter. Dannn zeigt B&B zwei Schilder auf denen Aushilfen gesucht werden und läßt seine Sprecherin sagen "...und tatsächlich. Allein in Bremen sucht fast jeder 2. Laden Mitarbeiter“ Die Sprecherin erwähnt dann kurz: „Aushilfen für 400 Euro im Monat sind oft gefragt, aber es gibt auch die ein oder andere Vollzeitstelle und die Chancen für die "Schlecker"-Mitarbeiterinnen stehen gut.
Dabei erkennt anscheinend die völlig unbedarfte B&B-Mitarbeiterin nicht, daß 400-Euro-Jobs nicht zum Leben reichen. Kurz macht B&B - wie üblich - dann noch mal kurz Schleichwerbung für eine Boutique in der Obernstraße, indem das TV-Team gleich zweimal groß deren Logo ins Bild bringt und läßt die Angestellte der Boutique sagen, daß eine Teilzeitstelle als Verkäuferin angeboten wird - von der man selbstverständlich ebenfalls nicht leben kann.
Der peinliche Beitrag endet mit dem Satz der „B&B-Märchentante“: „Also Kopf hoch liebe Schlecker-Mitarbeiterinnen hier können Sie's versuchen."

Tja, liebe "Schlecker"-Mitarbeiterinnen, vielleicht hätten Sie es auch gleich gegenüber versuchen können: bei "H.W. Meyer". Das B&B-Propagandafilmteam hätte seine Kamera quasi nur um 180 Grad drehen müssen, dann hätten sie das leerstehende "H.W. Meyer"-Kaufhaus filmen können, wo Ende Januar 2012 ca. 70 Mitarbeiter ihren Job verloren, weil "die Innenstadt boomt". Oder im Lloydhof wo fast jedes Geschäft leersteht, abgesehen von diversen anderen Leerständen in und um die Obernstraße.

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