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1. Pinocchio-Award B&B-Beitrag über "Ehrenbürger" Hübotter Hübotter

- Im Rahmen der Ehrenbürgerschaft für Klaus Hübotter behauptet B&B der Speicher XI im Überseehafen sei "ein Werk von ihm". "Um den Hafenspeicher zu retten, habe er ihn umgebaut ".
Eine Falschmeldung! Hübotter hat ihn in keiner Weise den speicher XI gerettet. Er hat ihn nur umgebaut. Ein absolut risikoloses Geschäft, da Bauunternehmer Hübotter (wie übrigens auch die Zechgruppe) wie üblich, die Mieter mit langjähriger Mietgarantie vom Bremer Staat gleich mitgeliefert bekam: die Hochschule für Kunst zog ein.
Nebenbei fanden auch dort zeitweise seine Familienmitglieder einen Job (Hafenmuseum).
Außerdem: Schon in den 80er Jahren hatten Teile der Grünen die Idee den Speicher zu nutzen.

B&B läßt Hübotter weiterhin sagen, daß es sein Ziel sei "...gute alte Häuser in Ordnung bringen, anstatt sie abzureißen".
Wo war Herr Hübotter, als am Remberti-Tunnel/Parkallee eine schöne alte Villa abgerissen und durch ein tristes Bürogebäude ersetzt wurde, nachdem Hausbesetzer, die diese retten wollten, mit der Polizei abgeführt und zu je 150 Euro Strafe verurteilt wurden?
Wo war Herr Hübotter, als am Wall ein wunderschönes neoklassizistisches großes drei geschossiges Haus abgerissen wurde und durch ein tristes Bürogebäude ersetzt wurde?

B&B läßt diesen Ehrenbürger unwidersprochen sagen "Wenn man älter wird, wird man realistischer" und Hübotter bezeichnet dann nun ehemals kommunistische DKP-Ideologie als Träume.
Herr Hübotter hat anscheind sehr lange geträumt. Er ist 1991 aus der DKP ausgetreten. Da war er 61 Jahre alt! (Übrigens mehr oder weniger das gleiche Austrittsjahr wie SPD-Abgeordeter Jürgen Pohlmann oder die Bremer Arbeit Chefin Barloschky. Also kurz nachdem die DDR zusammengebrochen war und die DKP kein Geld mehr von dort bekam.)

Wenn dann B&B diesen "Ehrenbürger", der heute glänzende immobiliengeschäfte mit dem Staat macht, auch noch als "bekennenden Antifaschisten" bezeichnet, obwohl die DDR und damit die DKP dem Linksfaschismus zuzurechnen ist, ist das unglaublich.

Wirklich widerlich wird es allerdings, wenn B&B erklärt, der Umbau des Bamberger-Hauses sei Hübotter ein besonderers Anliegen gewesen und "speist sich aus der Biografie des Kommunisten Hübotter, weil der jüdische Vorbesitzer des Bamberger-Hauses durch die Nazis vertrieben worden sei. Die kommunistische Version der DDR war doch in seiner Menschenverachtung in weiten Teilen mit dem Faschismus der Nazis gleichzusetzen. Es ist zu vermuten, daß der Umbau des Bamberger-Hauses sich eher aus Hübotters Geschäftssinn speist, denn auch für das Bamberger-Haus gab es ja Staatsgelder, denn der neue Mieter war die Volkshochschule, die wiederum eng mit den früheren DKP-Genossen des Hern Hübotter zusammenarbeitete.

2. Pinocchio-Award für den Beitrag über die angebliche Demo für(!) 1-Euro-Jobs

Buten & Binnen behauptet, es hätten die Mitarbeiter der Bremer Beschäftigungsprogramme (z.B. "Cafe Abseits") eine Demo für 1-Euro-Jobs gemacht. B&B suggeriert, es hätten die 1-euro-Jobber selbst für den Erhalt der 1-euro-Jobs demonstriert. Würde man recherchieren, wer da eigentlich überwiegend vor Ort war, wird schnell feststellen, dass es sich nicht um die 1-Euro-Jobber selbst handelte, sondern um die, die wirkliches Geld an diesen zwangsbewehrten Maßnahmen verdienen.

3. Pinocchio-Award für den Beitrag im Zusammenhang mit der Schließung der Könecke Fleischwarenfabrik

B&B wörtlich: "Die Firmengeschichte ( des Karl Könecke) ist eine Erfolgsgeschichte"
B&B verschweigt selbstverständlich, dass Karl Könecke, um einer Strafverfolgung wegen Steuerhinterziehung zu entgehen, bis zur Verjährung für zehn Jahre in die Schweiz verschwand.
Kurze Zeit später schon gibt es für ihn eine Feier im Rathaus:Der Senat hatte zum Empfang aus Anlass des 75-jährigen Bestehen der Fleischwarenfabrik Karl Könecke geladen. Gleichzeitig ist Uwe Beckmeyer, SPD-Senator, Mitglied des Beirates (bis 2005) der Karl Könecke GmbH & Co. KG.
(Zu Beckmeyer bitte auch lesen: "Der Steuerbetrüger-Unternehmer und sein "SPD-Aufsichtsrat" Beckmeyer")

Einzig Dieter Nickel von der NGG-Gewerkschaft darf treffend dazu sagen, daß das Geld, was die ganze Zeit von den Mitarbeitern erarbeitet wurde, wohl inzwischen ganz woanders ist.