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Wie ein Staatsrat "seinem" Unternehmen BSAG
mit Hilfe seiner Behördenkollegen
Billiglöhner zuschustert

In dem Beitrag über die Fahrgastbetreuer von B&B erklärt Moderator Kim Adler, der die Sendung wie üblich ähnlich einem Kindergeburtstag bei McDonalds moderiert, der Beitrag würde beide Seiten dieser Aktion zeigen.
"Beide Seiten" sind für den Moderator dabei ein paar auf eine Dauerbeschäftigung hoffende willige Erwerbslose, die nichtsahnenden Fahrgäste der BSAG und natürlich Bagis-Chef Thomas Schneider, der - wie üblich - in B&B seine Propaganda los wird.

In Wirklichkeit handelt es sich bei diesem simulierten Job "Fahrgastbetreuer" um ein perfektes - oder man sollte lieber sagen perfides System:

Ein Politiker hier Wolfgang Golasowski, früherer Richter, jetzt Bremer Staatsrat im Ressort Verkehr, versorgt das Unternehmen Bremer Straßenbahn AG in dem er Aufsichtsrat ist, mit Hilfe seiner Behördenkollegen mit Billiglöhnern:

Sie nennen sich Fahrgastbegleiter.
Deren Gehalt soll zwar bei 1500,- Euro liegen - aber nur im ersten Jahr. Dieses Gehalt wird darüber hinaus zu 75% vom Bremer Staat aus Steuergeldern finanziert. Danach aber werden diese Fahrgastbegleiter als sogenannte "Bürgerarbeiter" eingestellt. Wiederum bezahlt der Staat dann aus Steuergeldern das Gehalt anstatt die BSAG. Dem Unternehmen also, bei dem Herr Golasowski praktischerweise in der Führungsetage sitzt. Ehefrau des Staatsrates ist übrigens eine Kandidatin der "Grünen". So schließen sich die politischen Kreise wieder.

Interessant in diesem Zusammenhang, wer noch so bei der BSAG von den Billiglöhnern profitiert:
Stramme ver.di-Mitglieder. Einer Gewerkschaft, die sich nach außen hin als Beschützer von Arbeitslosen gibt:
Bei der BASG wurde auf Vorschlag der Gewerkschaft ver.di ohne Ausschreibung der Posten des Arbeitsdirektors mit dem ver.di-Mitglied BSAG-Betriebsratschef Michael Hünig besetzt .
Er wechselte damit von der Arbeitnehmer- zur Arbeitgeberseite.

Hier werden also einem Unternehmen, das von Politikern und Gewerkschaftern dominiert wird, die Arbeitsplätze zum Teil mit Steuergeldern finanziert.

Wie üblich unterschlagen sowohl der Weser-Kurier, als auch B&B, daß "Bürgerarbeit" eine Zwangsarbeit für ein simuliertes Gehalt ist. Arbeiten für einen Hungerlohn. Die Bürgerarbeit ist verpflichtend. Wer sie ablehnt, dem werden existenzielle Leistungen entzogen.
Doch das veröffentlichen die Bremer Medien mal wieder nicht. Aber auch Halbwahrheiten sind Unwahrheiten.
Laut offizieller Webseite des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird diese Bürgerarbeit bis zu drei Jahre mit einem Betrag vom Staat gefördert, der Arbeitsentgelt und Sozialversicherungsaufwand des Arbeitgebers abdeckt. Bei einem Bruttogehalt von max. 1.080 Euro (bei 30 Std/Woche). Eine höhere Arbeitszeit ist dabei nicht möglich!
Ein "Gehalt" also, das dann nichts mehr mit dem groß herausgestellten BSAG-Tariflohn der Anfangsphase zu tun hat. Ein "Gehalt", das netto fast genau dem ALG II-Anspruch entspricht. Ein "Gehalt" das , wenn die "Bürgerabeiter" diesen Pseudojob bis zur Rente machen, sie wiederum in die Sozialhilfe treibt, weil so gut wie nichts in die Rentenkasse fließt..

Anstatt über diese leicht zu recherchierenden Umstand zu berichten, läßt B&B wie üblich den Geschäftsführer der Bagis Thomas Schneider dessen Propaganda verbreiten.

Wer sich erinnert: das Argument "Langzeitarbeitslose sollen so eine Chance zur Rückkehr ins Erwerbsleben bekommen" gab es auch schon bei den "Bremer Bringern":
Jobs für Leute ohne Arbeit, die die Einkaufstüten derer mit Arbeit tragen sollten. Über das Projekt "Chance 50+" der Bremer Arbeit GmbH (Chefin Katja Barloschky, Monatsgehalt so um die 8000,.- Euro), wurde die Bremer Parkhaus GmbH (Brepark) mit Billiglöhnern versorgt. Praktischerweise gab es auch hier interessante Bremer Verbindungen: ein ehemaliger Jurist der Baubehörde, Peter Noltenius war Geschäftsführer der BrePark GmbH. Abgesehen davon ist die Familie Noltenius sehr vielfältig mit dem Bremer Staat verbunden. So z. B. Vater Johann-Dietrich Noltenius Ex-Finanzsenator und Ex-Chef der Bremer Landesbank
Groß publik gemacht wurde das Projekt "Bremer Bringer" von den Bremer Medien. Nur: leider wollte sich keiner die Tüten tragen lassen. Und so verschwand das Projekt. Diesmal von den Medien nicht groß publik gemacht.