Vom „Ungelernten“
zum Hochqualifizierten
in einem Monat

Fallmanager Hinz behauptet in einem der üblichen Gespräche über "die berufliche Zukunft", X würde bei der Arge als „Ungelernter“ eingestuft sein, weil X so lange seinen Beruf nicht mehr ausgeübt hätte. X fragt, wo das so im SGB stehen würde. Das konnte Herr Hinz nicht nachweisen, obwohl er behauptete, das stehe im SGB 3 so drin. Er blätterte und blätterte, fand aber nichts.
Jemand ist also ungelernt, weil er längere Zeit nicht in seinem Beruf gearbeitet hat? Erstaunlich: da gibt es zahlreiche Politiker, die Jahre lang nicht in ihrem Beruf arbeiteten und doch diesen später wieder ausübten. Da haben wir zum Beispiel die Grüne Silvia Schön: Nach 12 Jahren in der Bremer Bürgerschaft, hat sie ein Rückkehrrecht auf ihren früheren Posten als Geschäftsführerin der "Bremer Umweltberatung". (Zu grünen Frau Schön bitte lesen: "Schöne 2 Gehälter für das "grüne" BAG-Aufsichtsratsmitglied und IGM-Genossin Silvia Schön")

Fallmanager droht mit
Praktikum in Berlin

Einen Monat später: Herr Hinz erklärt X, er könne ihn zu einem Praktikum nach Berlin schicken. Praktikum?!
X erklärt er sei kein Schüler. Berlin? Will Herr Hinz Herrn X auf diesem Weg aus Bremen entfernen?
Nun legt er X eine Eingliederungsvereinbarung vor. X weist ihn darauf hin, dass es gegen das Grundgesetz verstoße, sowohl das Verlangen eine Zwangsvereinbarung wie eine Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben, im Falle der Weigerung zu sanktionieren, als auch Zwangsarbeit wie 1-Euro-Jobs.
Einen Monat später wird X erneut eingeladen. X erscheint mit 2 Beiständen. Nun macht Herr Hinz ein "Speed-Profiling" und schreibt das auf, was die ARGE sowieso schon seit Jahren wußte, dass X auf dem neuesten Stand seiner Berufskenntnisse ist. (Dazu auch "X findet sich in der Jobbörse unter einem nie ausgeübten Beruf wieder")

1 Monat später: Ungelernter ist plötzlich hochqualifiziert

Herr Hinz erklärt X jetzt verblüffenderweise er sei hochqualifiziert.
Das nennt man Karriere: Vom „Ungelernten“ zum Hochqualifizierten in einem Monat!!
Herr Hinz bietet Herrn X nun Fortbildungskurse an, für die X sich auch interessiert (denn vielleicht kann man ja doch was davon gebrauchen, obwohl X es erlebte, dass die Kursleiter manchmal selbst Erwerbslose waren, die den Kurs ein Jahr vorher machten).
Ein paar Jahre später ist derselbe Erwerblose wieder "ungelernt". Dazu bitte lesen: ""JM's wissen nicht was ein Beistand ist und täuschen Einladungsgrund vor - Fachkraft ist plötzlich ungelernt"

Fallmanager motiviert zu Fortbildungskurse und verweigert diese dann

Als X sich für diese Kurse anmeldet und einen Bildungsgutschein von Herrn Hinz anfordert, verweigert Herr Frank Hinz X die Kurse plötzlich, mit dem Argument, X hätte keine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben und die Notwendigkeit dieser Kurse nicht begründet?!

Soll Herr X. für verrückt
erklärt werden?

Bei nächstem Gesprächen kommt Herr Hinz auf eine neue Idee:
Er schlägt X „eine psychologische Untersuchung vor. X antwortet, ob er jetzt für verrückt erklärt werden soll, weil er Kritik am Jobcenter Bremen übt und Repressalien der Jobcenter-Mitarbeiter (hier JM'S genannt) nicht hinnähme. Als X fragt, ob es nicht eigentlich eine Spezialität der Sowjetunion gewesen wäre, Regimekritiker als nicht normal einzustufen, wird Herr Hinz vorsichtiger.
Hier ist anzumerken, daß es im gesamten Bundesgebiet ähnliche Fälle gab. Bürger die Behörden gegenüber kritisch eingestellt waren, sollten zum Psychologen geschickt werden. Ähnliche Fälle bezüglich der Arbeitsagentur gab es ebenfalls in Schleswig-Holstein.

Wer dem Staat gefährlich wird, bekommt psychologische Zwangsuntersuchung

Krassester Fall - und hier traf es die staatsdiener mal selbst - war eine Gruppe von Steuerfahndern in der Finanzbehörde Frankfurt , die dagegen protestiert hatte, daß innerhalb ihrer Behörde zu laxen Umgang mit Steuersünden, die ihr Geld in großem Stil in die Schweiz geschafft hatten, umgegangen wurde.
Die Beamten wurden zuerst durch Versetzungen gemobt, dann mit Disziplinarverfahren überzogen und schließlich von der Behördenleitung aufgefordert, sich einer psychiatrischen Untersuchung zu unterziehen. Danch wurden sie als dienstunfähig wegen „Anpassungsstörungen“ und einer „paranoid-querulatorische Entwicklung“ frühpensioniert.
SPIEGEL 29/2009 und SPIEGEL 4/11

Bitte auch lesen: "Wie die Leiterin des berufspsychologischen Dienstes der Arbeitsagentur psychologische Zwangsuntersuchungen verharmlost"

Fallmanager weiß über Aktivitäten in Erwerbslosenforen bescheid

In einem ähnlichen Gespräch sagt Herr Hinz, er wisse nicht woher die Aversion von X gegen das Jobcenter käme. Doch als X erklärt, daß nicht nur er gegen die Jobcentermethoden vorginge, sondern in Bremen und auch bundesesweit in Foren über die Methoden der Jobcenter berichtet würde, fällt von Herrn Hinz die Bemerkung, „ja ich weiss ja dass sie da sehr aktiv sind“.
Doch woher hat Herr Hinz diese Info?

Am 16.3.09 wird X von Hinz erneut eingeladen. Die "Einladungen" kommen nun montalich.
X nimmt 2 Beistände mit.
Erneut fragt X Herrn Hinz, ob dieser ihm denn einen Arbeitsplatz anbieten könne. Denn X hat in Jahren so nie eine Stelle durch das Jobcenter angeboten bekommen. Im Gegenteil, er suchte sich seine Stellen stets selbst.
Herr Hinz verneint - wie immer. X fragt, was denn die monatlichen Einladungen mit der Begründung "Gespräch über die berufliche Zukunft" dann sollten und warum man sich beim Jobcenter gar nicht mehr mit Arbeitsvermittlung im eigentlichen Sinn beschäftige. Herr Hinz erklärt verblüffenderweise: "Wir wissen da auch nicht mehr als Sie"

Fallmanager fragt X
über mögliche Schulden aus

Im Verlauf des Gesprächs fängt Herr Hinz an X nun plötzlich nach Schulden und Schufa-Auskunft zu fragen.
Auffällig ist seine Feststellung: "Sie haben sich da ja auch mal in der Vergangenheit abgemeldet für einige Zeit". Diese Abmeldung, auf die er sich bezieht, war zu diesem Zeitpunkt 4 Jahre her!
Er weiß also ganz genau über X Bescheid, aber will trotzdem dessen Werdegang wissen, obwohl dieser schon seit Jahren bekannt ist.
Auf die Frage von X was das soll, was ihn Schulden und Schufa angingen, gibt es keine Antwort. Auch nicht auf die Frage, warum er zum beruflichen Werdegang Fragen stellt, obwohl dieser seit Jahren dem Jobcenter bekannt ist.

Jobcenter zahlt Reisekosten
erst nach halbem Jahr

Ein Erwerbsloser wird vom Jobcenter aufgefordert, sich auf eine Stelle zu bewerben, deren Arbeitsort zwar Bremen ist, für das das Bewerbungsgespräch aber in Hannover geführt werden muß.
Der Erwerbslose fährt auf eigene Kosten nach Hannover und beantragt hinterher beim Jobcenter Reisekosten. Diese wurden erst nach einem halbem Jahr erstattet.
Der Erwerbslose erhält auf die Stelle eine Absage. Nicht viel später, bekommt er vom Jobcenter wieder genau das gleiche Stellenangebot .
Dazu bitte lesen: "Jobcenter braucht fast 3 Monate für Kostenerstattung"

Datenschutzbeauftragte kritisiert mangelnde Privatsphäre

In 2007 ist der Empfangsbereich des Jobcenters so gestaltet, dass jeder der dort wartet, persönliche Gespräche der "Kunden" mit den Sachbearbeitern mithören kann.
X wendet sich auch hier an die Datenschutzbeauftragte. Diese bestätigt ihm, daß schon mehrfach darüber geklagt wurde, Erwerbslose sich aber nicht trauten, das beim Jobcenter (früher Bagis) anzusprechen.
Die Datenschutzbeauftragte wendet sich an die Bagis und bittet um Änderung des Ablaufes. Die Bagis verändert den Empfangsbereich entsprechend - und ......fängt wohl an X mächtig zu hassen.

Der Fallmanager, der keiner war

Nachdem X jahrelang einen Herrn B. vom Team 511 hatte von dem er annahm, dass es sein Fallmanager war, bekommt X einen neuen Fallmanager Herrn Frank Hinz. Dieser erklärt ihm verblüffenderweise Herr B. sei nicht Fallmanager gewesen, sondern nur Berater. Erstaunlich, fragte X doch B. damals, ob er auch die gesamte Bedarfsgemeinschaft betreue (was nur ein Fallmanager macht), was er bejahte.

Eine 50+ Maßnahme,
aber nicht für + 50 jährige

Im Weser Report wird groß über die 50+ Maßnahme der Bagis berichtet: Umschulung zum Busfahrer bei der BSAG besonders für ältere Erwerbslose. Organisiert von der "Bremer Arbeit GmbH" (BAG).
X, einundfünfzig Jahre alt, fragt sich bei der Bagis durch nach dieser Maßnahme. Keiner weiß zuerst was von diesem Angebot. Schließlich hat er eine Frau Furken. des Jobcenters am Telefon.
Diese versucht nun erstaunlicherweise ihm die Umschulung auszureden, macht aber keinerlei konkrete Angaben zu dieser Angelegenheit. Es sei eine Tätigkeit mit hohen körperlichen Anforderungen (?!), sagt sie.
Wie?! War das nicht eine Weiterbildung zum Busfahrer? Oder wurden in Zukunft bei der BASAG Leute gesucht, die aus Kostengründen die Busse schieben?
X läßt sich nicht abwimmeln. Er bewirbt sich schriftlich bei der Sachbearbeiterin. Schickt Lebenslauf und teilt mit , dass er seit 34 Jahren seinen Führerschein ununterbrochen habe. Frau Furken verlangt von ihm keine weiteren Unterlagen
Gleichzeitig erkundigt X sich bei der BSAG direkt. Dort erklärt man ihm, dass es sich um eine zweijährige Ausbildung handelt. Eine Übernahme sei aber nicht garantiert. Es sei nur eine befristete Beschäftigungen möglich. In den Medien behauptet die BSAG jedoch anderes: Es seien Teilzeitstellen.
Nach ca. 8 Monaten (!!!) bekommt X von der Sachbearbeiterin die Mitteilung, sie hätte die Bewerbung erhalten und eine Vorauswahl getroffen. Man habe X nicht in das Auswahlverfahren für die Weiterbildung (?!) einbeziehen können. Welches Auswahlverfahren?! Welche Weiterbildung?! X hatte doch lediglich seinen Lebenslauf mitgeschickt, in dem nichts stand, was gegen eine solche Ausbildung sprach! Außerdem: von einer Weiterbildung war nie die Rede und laut Medien Bewerber sollte sich der Bewerber vorab mit seinem persönlichen Ansprechpartner/in in der BAgIS zur Prüfung der individuellen Fördervoraussetzungen in Verbindung setzen. Das tat er. Bei eben dem Herrn Buhr, der sich nie bei dem Erwerbslosen X meldete.
Dazu bitte lesen: "BSAG-Qualifizierung ein Schwindel?"

Bürgerarbeit für den BSAG-Genossenverein

Übrigens gibt es noch andere "50+"-Maßnahmen für die BSAG. Sogenannte Fahrgastbetreuer müssen 3 Jahre lang für 900 Euro brutto (wobei Ihnen lediglich eine Teilzeitstelle gewährt wird) und danach ohne Anspruch auf ALG II sogenannte Fahrgastbetreuer für die BSAG machen. Siehe Artikel WK 12.7.11

Zu den Machenschaften und Verbindungen der BSAG in der Bremer Politik bitte lesen: MEDIENPREIS SCHWARZER KANAL" : "Für das B&B-Team für wiederholte versteckte Hetzkampagnen gegen Erwerbslose"
und
""Die BASG, ver.di, die HVG und die Politiker"

Fünfzigjähriger zu alt für
eine 50+-Maßnahme

Später wird X - weil er beim Jobcenter Akteneinsicht fordert - erfahren, dass sein Arbeitsvermittler Herr Buhr einen internen Aktenvermerk anlegte: X sei mit 51 Jahren zu alt gewesen für diese Tätigkeit! War es nicht eigentlich eine 50+ Maßnahme gewesen?!
Interessant dazu: am 6.10.2013 berichtet der "Weser-Kurier" darüber, daß eine Erwerbslose Industriekauffrau auf Anweisung des Jobcenters Bremen mit 63ig Jahren eine Umschulung zur Altenpflegerin beginnen sollte. Nach der Umschulung hätte sie noch 5 Monate bis zur Rente gehabt.
(Dazu auch interessant der Artikel. "Jobangebot als Personenschützer")

2012: Sozialsenatorin tönt erneut von Qualifizierung zum Berufskraftfahrer - Altersgrenze nicht existent

Am 21.11.2012 gibt es im WR wieder einen großen Bericht über die Qualifizierung zum Berufskraftfahrer. Diesmal sei die Zielgruppe Frauen. Die Qualifizierung zum Berufskraftfahrer - so pries die grüne Sozialsenatorin Stahmann an - mache das "Mütterzentrum Tenever". In dem Artikel sprach die grüne Sozialsenatorin Stahmann von möglichen Arbeitgebern wie die Firmen Cordes&Gräfe, Nehlsen und BSAG. Nähere Infos zum Projekt "Qualifizierung und Beschäftigung" gäbe es auf der Webseite des "Mütterzentrum Tenever"
Unsere Recherchen ergaben:
Nichts dergleichen war dort zu finden. Ein Anruf beim "Mütterzentrum Tenever" ergab zumindest, dass es keinerlei Altersbeschränkungen für diese Qualifizierung/Tätigkeit gab. Auch ein Quereinstieg sei möglich.
Erstaunlich also also, dass X erstens zu alt war und zweitens eine "Tätigkeit mit hohen körperlichen Anforderungen " (siehe oben) auf einmal für Frauen geeignet ist.

Dazu bitte auch lesen: "Die Weser-Kurier PR für die "operative" Chefin der Bremer Arbeitsagentur - 50+: Frau Eden die Märchenerzählerin"

50+Maßnahme: UNO"-Spielen und Muschelsammeln am Rheinufer

Wer mehr über lustige 50+Maßnahmen der AA wissen will, wo Teilnehmer den ganzen Tag "UNO"-Spielen und Muschelsammeln am Rheinufer, sollte sich unbedingt den Dokumentarfilm von Report ARD EXKLUSIV „Alt, arm, arbeitslos“ v. 24.8.11 ansehen:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/
3517136?documentId=8002546

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Bundesrechnungshof: Arbeitsagentur-System ist krank und irre. Strafrechtliche Konsequenzen nötig. (Spiegel 26/13)