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Wie die Leiterin des berufspsychologischen Dienstes der Arbeitsagentur
psychologische Zwangsuntersuchungen verharmlost

Am 26.8.12 macht der "Weser-Report"-Journalist Ilja Mertens unter dem Titel "Chancen und Defizite" ein Interview mit der Leiterin des "Berufspsychologischen Dienstes" der Bremer Arbeitsagentur, die auch für das Jobcenter zuständig ist: Erika Neubarth.
Sowohl der WR-Journalist Mertens, als auch Frau Neubarth sprechen in dem Artikel lediglich davon, der "berufspsychologische Dienst" biete „Unterstützung bei der Karriereplanung“ und sei dafür da, "Stärken und Resourcen" Ihrer Kunden herauszuarbeiten.
Kein Wort fällt in dem Artikel über psychologische Zwangsuntersuchungen dieses Dienstes.

Die psychologischen Zwangsuntersuchungen

Auf Anfrage von Hbpublik an Frau Neubarth, wenn es nur um Karriereplanung gehe, warum dann Erwerbslose gezwungen werden solche Untersuchungen mitzumachen, teilt diese verharmlosend mit: "In einer geringen Anzahl von Fällen wird mit Rechtsfolgebelehrung eingeladen, wenn auf eine Mitwirkung des Kunden/der Kundin nach Einschätzung der Arbeitsvermittlung nicht verzichtet werden kann".
Die Formulierung"wird mit Rechtsfolgebelehrung eingeladen", ist eine beispiellos zynische Wortwahl für den Zwang zu einer oft für den Erwerbslosen entwürdigenden Prozedur.

Die Ausführungen von Frau Neubarth sind ebenso glaubwürdig wie die Aussagen von Psychologen generell. (Man erinnere sich an "Psychologen wie den Betrüger Gerd Postel, der in Wirklichkeit nur Postbote war, aber es schaffte mit gefälschten Zeugnissen jahrelang als Oberarzt in der Psychatrie zu arbeiten und sogar Vorträge vor Psychaterkollgen zu halten, die ihm sein unqualifiziertes Wissen willig abnahmen oder auf häufige Gutachten, bei denen solche Fachleute z. B. Sexualstraftätern Ungefährlichkeit bescheinigen, die dann, kaum entlassen, weiter derartige Straftaten begehen.

Auf unseren Einwand Frau Neubarth gegenüber, wenn es nur um "Unterstützung bei der Karriereplanung“ ginge, ja jeder Erwerbslose als „Kunde“ der AA/Jobcenters umgehend nach Erwerbslosigkeit zu dieser „ Unterstützung bei der Karriereplanung“ eingeladen werden müßte, fand sie gar keine Antwort.

Hier einige Beispiele, wie eine solche "Unterstützung bei der Karriereplanung“ aussieht:
„Ehemaliger Richter/Arbeitsagenturchef duldet illegale Methoden des Jobcenters“

„Vom „Ungelernten“ zum Hochqualifizierten in einem Monat“ hier insbesondere den Absatz „Soll Herr X jetzt für verrückt erklärt werden“

„Eingliederungsvereinbarung -ärztliche oder psychologische Untersuchung“

Bitte auch dazu lesen:
""Bremer Richter berkommt Nachhilfe von 22 Jährigem"

Wer rebelliert muß
zum Psychodienst

In Flensburg wurde ein Erwerbsloser, weil er an der Rechtmäßigkeit im Zusammenhang mit Injobs/Eingliederungsvereinbarungen zweifelte und sich dagegen wehrte, erst mit Sanktionen überzogen und dann vom Psychologen des Jobcenters „betreut“.( Am Schluß hob übrigens das Sozialgericht Schleswig die widerrechtlich verhängten Sanktion gegen den Empfängerwieder auf – Urteil vom 20. Mai 2010, Aktenzeichen S 3 AS 1163/06

Das SG Braunschweig 8Az.: S 21 AS 962/06 ER vom 11.09.2006) sprach in einem ähnlichen Fall, bei dem der Erwerbslose in einer Eingliederungsvereinbarung zu einer, wie von Frau Neubarth als "Unterstützung bei der Karriereplanung" bezeichneten psychologischen Untersuchung gezwungen werden sollte, von einer unzulässigen Gegenleistung.
Das Gericht argumentierte eine solche EGV stelle einen erheblichen und unverhältnismäßigen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht und in die Integrität des Antragstellers aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG (allgemeines Persönlichkeitsrecht) dar.

In Chemnitz müssen sich mehrere Hundert Hartz-IV-Bezieher pro Jahr dem Psychologischen Dienst der Arbeitsagentur vorstellen. Dieser erklärt Erwerbslose für psychisch ungeeignet oder sogar psychisch behindert, obwohl gleichzeitig Bildungsträger dieselben Personen für hervorragend geeignet für eine Weiterbildung oder Umschulung ansahen.
Weiterlesen hier:
http://grilleau.blog.de/2012/11/20/erklaert-jobcenter-betroffene-kostengruenden-psychisch-krank-15226066/

"Weser-Report" Journalist
Mertens schweigt

Hbpublik bat den "Weser-Report"-Journalisten Mertens um eine Stellungnahme. Doch Herr Mertens antwortete nicht. Aus gutem Grund. Denn er hat nicht ansatzweise Ahnung wovon er schreibt.
Stattdessen verbreitet Herr Mertens weiter seine Propaganda ganz im Sinne des JKobcenters. Dazu bitte lesen: "Weser-Report täuscht weiter beim Thema Erwerbslose"

50% der Gutachten von Psychiatern und von Psychologen sowieso sind falsch

Das behaupten nicht wir, sondern ein Psychiater selbst: , Gerichtsspsychiater Norbert Nedopil hat laut einem prominenten Opfer (Gustl Mollath) solcher - wir wir sie nennen "Dr. Psychos" in einem Interview selbst öffentlich gesagt, dass Gutachter mindestens zu 50 Prozent falsch lägen
Er Nedophil würde sich auch keiner Begutachtung unterziehen.
Wie die Justiz allgemein und das Bremer Stadtamt versuchen mit Hilfe von Psychologen mießliebige Kläger mit bestellten Gutachtern an Klagen zu hindern, dazu bitte lesen: "Fahrerlaubnis entzogen mit Segen von Polizei, Justiz und Stadtamt, weil ein Bürger den Staat kritisiert- Stadtamt versuchte Kritiker als geistesgestört hinzustellen"

In Bremen arbeiten alkoholabhängige Psychologen

Uns von Hbpublik liegen Informationen vor, daß in Bremen Psychologen, obwohl alkoholabhängig - beim Bremer Staat mit Kindern arbeiten. Betreffender Psychologe verlor seinen Führerschein wegen Alkoholfahrten. Oder ein Psychologe, mit stark dissoziativen Identitätsstörungen (DIS) und Alkoholproblemen, der bezeichnenderweise ein Buch über Alkoholprobleme schrieb und selbst von Psychologen betreut wurde, ehrenamtlich psychisch Behinderte betreut. Derselbe Psychologe ließ bei einer Sitzung mit einem alkoholkranken Klienten von diesem eine Flasche Schnaps aus dem Supermarkt holen und trank diese mit seinem Klienten. Auch die Einnahme von harten Drogen war ihm nicht fremd - das sogar während der Sitzung mit Klienten.

Für unsere Mitglieder bitte zu Herrn Mertens lesen: "Pinocchio-Award für WR-Reporter Ilja Mertens

Wie sorglos das Jobcenter mit sensiblen Daten von Erwerbslosen umgeht

Über 300 in einem anderen Bundesland ansässige Mitarbeiter der Bundesanstalt für Arbeit haben Zugriff auf sensible Daten von Erwerbslosen.
Seit geraumer Zeit ist das Jobcenter Bremen ausschließlich nur noch über das sogenannte Servicecenter (SC) zu erreichen. Dabei handelt es sich um ca. 300 Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit (BA), die nicht mal in Bremen sitzen, sondern irgendwo in Niedersachsen.
Alle diese Mitarbeiter haben Zugriff z. B. auf Lebensläufe und eingetragenen Fähigkeiten eines jeden Bremer Erwerbslosen und sogar die Berechtigung diese zu ändern.
Heraus kam dies als der Leiter des SC einem Erwerbslosen erklärte, dass er den Erwerbslosen "zur Authentifizierung" zwingen könnte Angaben aus seinem Lebenslauf zu machen, der dem SC im Detail vorliegt. Ergänzt wurde die Drohung des Chefs des SC, er könne auch Namen der Kinder erfragen.

Arbeitsagenturmitarbeiter weigern sich ihre Vornamen zu nennen

Interessant dabei: Die Mitarbeiter des SC selbst wollen möglichst anonym bleiben. Sie weigerten sich ihre Vornamen zu nennen - aus Datenschutzgründen, wie sie behaupten. Wenn also einer Meier, Müller, oder Schulze heißt: Pech gehabt.: eine eindeutige Identifizierung ist nicht möglich. Erst nach Beschwerden beim SC-Chef waren die Mitarbeiter bereit Vornamen zu nennen.

Datenschützer begrüßt sorglosen Umgang mit Daten ausdrücklich

Daraufhin wurde der Bundesdatenschutzbeauftragte Herr Wefelnberg befragt, wie er zu diesem sorglosen Umgang mit solchen intimen Daten stehe.
Die Antwort des Bundesdatenschützers enthielt in weiten Teilen falsche Angaben.
So erklärte er, auf das Argument, dass doch die sogenannte Bedarfsgemeinschaftsnummer (BG-Nr.) in Verbindung mit dem Namen ausreichend sei, daß die BG-Nummer nicht ausreiche für eine Authentifizierung, weil die gesamte Bedarfsgemeinschaft die gleiche BG-Nr hat.
Dass zusätzlich der Name des Erwerbslosen genannt wird, ließ der Datenschützer schlichtweg unter den Tisch fallen.
Weiter schrieb er: "eine telefonische Auskunft, die ausschließlich auf Angabe der BG-Nummer beruhe, sei aus datenschutzrechtlichen Gründen äußerst bedenklich. Dritte, die willentlich oder auch nur zufällig Kenntnis von der BG-Nr. erlangt haben, könnten auf diese Weise persönliche Auskünfte bei einem Jobcenter oder SC einholen und so Missbrauch betreiben"
D
aher begrüße er die Authentifizierung durch "individuelle Nachfragen" - damit meint er Angaben aus dem Lebenslauf - ausdrücklich.
Wieder unterschug der Datenschützer, daß auch andere Personen den Lebenslauf eines Erwerbslosen kennen könnten, womit ein Missbrauch also in keiner Weise verhindert würde.
Die Verteidigung der Behördenkollegen vom Jobcenter durch den Bundesdatenschutzbeauftragten ist allerdings nicht verwunderlich: die Chefin dieser Behörde ist 2015 Andrea Voßhoff. sie war 2010 bis 2013 Rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU Bundestagsfraktion.
Zu Frau Sommer bitte lesen: "SPD-Parteigenossin und „Datenschützerin“ Sommer unterschreibt zusammen mit DKP und PDS -Genossen Aufrufe des "Bremer Friedenforums"

Die Bremer Datenschutzbeauftragte ist die SPD-Referentin Sommer (Zu Frau Sommer bitte lesen: "Der DGB-Werder-Vorstand und die Datenschützerin".
Selbstverständlich ist die BG-Nummer nicht identisch mit einer Pin-Nummer. bei einer Bank Doch ebenso wie bei der BG-Nummer können Unbefugte von der PIN-Nummer eines Bankkunden "willentlich oder auch nur zufällig Kenntnis erlangen". Trotzdem käme die Bank nie auf die Idee, als zusätzliche "Sicherheit" die Preisgabe von Teilen des Lebenslaufs zu verlangen. Das macht nicht mal die Steuerbehörde.

Jobcenter lehnt
Kontakt per Mail ab

Weiterhin sprach der Datenschützer von der angeblichen Frage nach der E-Mail-Adresse des Erwerbslosen durch SC-Mitarbeiter. Auch diese Darstellung ist völlig falsch.
Es wird nämlich gar nicht nach der Mailadresse gefragt. Aus einem einfachen Grund. Das Jobcenter lehnt den einfachsten Weg der nachweisbaren Kommunikation - zumindest hier in Bremen - vehement ab: den Kontakt der Mitarbeiter per Mail mit den Erwerbslosen!

Dazu bitte lesen: "Das Märchen vom guten Internet-Kontakt in Bremen" hier speziell den Abschnitt "Server Bremer Behörden sind extra so eingestellt, daß der Bürger keine Bestätigung bekommt"

Ebenso falsch war die Darstellung des Datenschützers, dass die Abgabe der Telefonummer freiwillig sei. Rein theoretisch ist dies der Fall, aber seit geraumer Zeit kann der Erwerbslose aktiv nicht mehr die Jobcentermitarbeiter telefonisch (ebensowenig wie per Mail) erreichen, sondern ist gezwungen einen Telefonanruf seitens der zuständigen Jobcentermitarbeiter abzuwarten, da er ja nur das Servicecenter erreicht. Daraus folgt: keine Telefonnummer, keine Kontaktmöglichkeit mit Arbeitsvermittler/Fallmanager oder Leistungsabteilung! Das obwohl angeblich die Betreuung besser geworden sein soll.
Doch ist die Parteinahme für die BA durch den Bundesdatenschützer nicht verwunderlich: seine Institution ist eben keine neutrale Organisation, sondern Sie dient dem Staat und nicht dem Bürger.

Weiterer Datenmissbrauch
durch Jobcenter

Wie das Jobcenter in der Vergangenheit mit sensiblen Daten der Erwerbslosen umging, dazu bitte auch lesen:
"Amtsmißbrauch durch privates Callcenter mit Wissen der AA"
und
"Private Firma fragt im Auftrag der Arbeitsagentur Erwerbslose aus" hier besonders den Absatz"Erwerbslose müssen Privatfirma Grone Angaben über schulden machen"

"TAZ" hatte kein Interesse
an dem Thema

Die Bremer "Tageszeitung "TAZ" wurde von Hbpublik über diesen lockeren Umgang des Jobcenters mit Daten informiert. Doch TAZ-Redakteur Klaus Wolschner hatte kein Interesse an dem Thema. Vielleicht kein Wunder. Manche nennen die TAZ das "grüne Kampfblatt" und hier in Bremen ist schließlich die Grüne Anja Stahmann oberste Dienstherrin als Sozialsenatorin.
Herr Wolschner wird 2016 mitfinanziert vom Bremer Staat. Er hat einen Job als Dozent an der Hochschule Bremen. Übrigens 2016 wurde die PDS-Mitarbeiterin Susanne Ahlers Jobcenterchefin. Die TAZ (Eiken Bruhn) verschwieg ihre PDS-Vergangenheit. (Dazu bitte lesen: "PDS-Mitarbeiterin wird Jobcenterchefin")
Wie Wolschner Propaganda für den Ex-DKP/PDS-Funktionär und Chef des "Bremer Erwerbslosenverbandes (BEV) machte, dazu bitte lesen: "TAZ-Chef und Grüne als Dozenten an der Hochschule Bremen"
Ganz anders zeigt sich die TAZ bei dem Thema, wenn es ihre eigenen Leute unter den Maßnahmen der TAZ zu leiden haben:
"TAZ deckt auf: Was ein Aufstocker Beim Bremer Jobcenter erlebte"

Zum Desinteresse der TAZ bitte auch lesen:
"TAZ-Journalisten wechseln reihenweise in den Bremer Staatsdienst - TAZ verweigert Interview"
und
und "Der politische Hintergrund von TAZ-Journalisten"

Arbeitsagentur-Chef von Einem
und seine herabwürdigenden Äußerungen über Erwerbslose

In einem Weser-Kurier-Interview vom 27.1.13 erklärt der Arbeitsagenturchef und ehemalige Richter Götz von Einem der WK-Journalistin Andrea Tiedemann auf die Frage, wie oft es vorkäme, dass aus einer prekären Beschäftigung eine existenzsichernde Tätigkeit würde, dass es eben Menschen gäbe, die so unproduktiv seien, dass sie aus prekären Beschäftigungen nicht mehr herauskämen".
Wohlgemerkt, diiese menschenverachtenden und definitv falschen Äußerungen macht hier ein hochrangiger Staatsbeamter. Doch die Definition für prekäre Beschäftigung ist im Allgemeinen ein Erwerbsstatus mit nur geringer Arbeitsplatzsicherheit sowie wenig Einfluss auf die konkrete Ausgestaltung der Arbeitssituation und bei der der arbeitsrechtliche Schutz lediglich partiell gegeben ist .
Das hat also nichts mit der Unproduktivität von Erwerbslosen zu tun. Jeder - der nicht gerade wie der Herr von Einem beim Staat arbeitet, wo man nur entlassen werden kann, wenn man kriminell wird - und auch dann manchmal noch nicht - kann in so eine Situation kommen.

Von Einem: Keine Weiterbildungsbereitschaft bei Erwerbslosen - doch AA verweigert Weiterbildung

Weiter erklärt der Herr von Einem auf die Frage der WK-Journalistin Tiedemann warum vorhandene Gelder nicht für die Eingliederung (Weiterbildung/Umschulung) von Hartz-IV-Empfänger ausgegeben wurden, dass die Weiterbildungsneigung bei Erwerbslosen nicht besonders hoch sei. Jeder, der zur Arbeitsagentur käme, mit einer Idee für eine geeignete Umschulung, hätte eine Förderung bekommen. Aber die Motivation für Umschulungen sei bei guter Arbeitsmarktlage einfach nicht so groß.
Vielleicht meint Herr von Einem ja die mangelnde Bereitschaft zu solchen Umschulungen von denen der SPIEGEL berichtete. Dazu bitte lesen den Artikel: "Wie der Weser-Kurier und der Jobcenterchef durch Weglassen von Fakten die Befähigung von Erwerbslosen in Frage stellt - Anspruchsvolle Maßnahme zur Erzieherin: tagelang Salsa und Trommeln"

Von Einem: gute Arbeitsmarktlage bei Erwerbslosenquote
weit über 10%

Von welcher "guten Arbeitsmarktlage" spricht von Einem hier eigentlich. Die Arbeitslosenquote liegt in Bremen über 10% (ca. 37.000 Menschen). Das ist aber nur die offizielle Zahl. Hinzu kommen Tausende, die von der Arbeitsagentur des Herrn von Einem einfach unter den Tisch gekehrt werden: all diejenigen, die an AA- oder Jobcenter-Maßnahmen teilnehmen, Fortbildungen, Umschulungen oder Bewerbungstrainings, machen, über 58 Jahre alt sind oder Jobs haben, von denen sie nicht leben können und ergänzendes ALGII beantragen müssen (Aufstocker). All diese tauchen in der offiziellen Statistik nicht mehr auf.
Doch das verschweigt WK-Journalistin Tiedemann. Sie erwähnt lediglich die Aufstocker.

Was für den AA-Chef gute Chancen sind:
50% Erwerbslosenquote

Die Äußerungen des Herrn von Einem in dieser Angelegenheit sind ungefähr so wahr, wie seine Äußerungen in einem TAZ-Interview vom 14.4.12: darin erklärt er zu den ca. 23.000 wegen Insolvenz erwerbslos gewordenen Schlecker-Mitarbeiterinnen, deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt ständen gut. Doch laut WK 23.1.13 haben bis heute (Jan 2013) 47% der erwerbslosen Schleckerfrauen keinen Arbeitsplatz. In Bremen sogar 49%. Zieht man die ab, deren Erwerbslosigkeit durch temporäre Maßnahmen (siehe oben) der AA kaschiert wird, werden es weit über 50% sein.

Der Herr von Einem: nie in der freien Wirtschaft tätig gewesen

Diese unrealistischen und herabwürdigenden Aussagen kommen von einem Mann der sich nie dem Konkurrenzkampf der freien Wirtschaft stellte, sondern sein Leben lang in der "Allinklusive"-Versorgungssicherheit des Staates arbeitete:
Götz von Einem (geb. 1955) war zunächst Arbeitsrichter in Niedersachsen, dann in verschiedenen Arbeitsagenturen tätig.

Um die Täuschungen des AA-Chefs entlarven zu können, bei denen er von mangelnder Weiterbildungsbereitschaft spricht, hätte sich die WK-Journalistin Tiedemann einfach die Leserbriefe ihrer eigenen Zeitung durchlesen sollen:
In einem Leserbrief vom 23.8.10 berichtet da eine Erwerbslose, dass ihr die Umschulung zur IT-Fachkraft abgelehnt wurde, da angeblich kein Bedarf an IT-Fachkräften bestanden hätte. Ein Beispiel von vielen, das der Behauptung des Herrn von Einem widerspricht. Frau Tiedemann hätte einfach bloß in der Erwerbslosenszene recherchieren müssen. Schnell wären die Falschaussagen des Herrn von Einem widerlegt worden. Doch das will der Weser-Kurier eben nicht. Die Wahrheit darf allerhöchstens in kleinen Leserbriefen geäußert werden. So erwecken sie dann den Anschein es handele sich um Einzelfälle.

Für unsere Mitglieder: Zur "Staatstreue" der WK-Journalistin Andrea Tiedemann bitte lesen: "Wie 2 WK-Journalistinnen die Propaganda der Bundesregierung nachplappern"

Bundesrechnungshof: Arbeitsagentur-System ist krank und irre. Strafrechtliche Konsequenzen nötig. (Spiegel 26/13)
Illegale psychologische Untersuchungen -
JC-Chef Westkamp wollte doch nur helfen

Ein Erwerbsloser klagte gegen das Jobcenter bremen (JC) vorm Landessozialgericht u nd gewann. Das Jobcenter mußte Verträge bezüglich psychologischen Untersuchungen ändern.
Der Erwerbslose wollte sich nicht vertraglich zu einer psychologischen Untersuchung in Form einer sogenannten "Eingliederungsvereinbarung" zwingen lassen. Als Folge muss das Jobcenter künftig alle Verträge mit Arbeitssuchenden ändern.
Was die WK-Journalistin nicht schrieb. Das Jobcenter weiß ganz genau, daß Eingliederungsvereinbarungen grundsätzlich illegal sind, da sie einen Vertrag unter Zwang darstellen (Kürzung der Leistungen auf Null). Eine gerichtliche klärung wäre also überhaupt nicht nötig gewesen, bedeutet aber für den Erwerblosen eine finanzielles Risiko, (wenn er den Rechtsweg bis zum Ende beschreitet). Doch das gehört zu den üblichen Terrormethoden des Jobcenters.

Urteil des Sozialgerichtes trotzdem eine Farce

Doch der Beschluss des Bremer Sozialgerichtes ist dennoch eine "Farce", denn wenn die psychologische Untersuchung nicht im Zusammenhang mit einer "Eingliederungsvereinbarung" festgelegt wird, ist sie trotzdem bindend und Leistungskürzungen bei Weigerung weiterhin legal. Solange die psychologische Untersuchung Teil der Eingliederungsvereinbarung ist, kann das Jobcenter bei einem Verstoß das Arbeitslosengeld kürzen: zunächst um 30, dann um 60 Prozent. Wer dreimal einen Termin nicht wahrnimmt, bekommt gar kein Geld mehr.

Der Chef des Jobcenters Helmut Westkamp erklärte dazu zynisch: Ärztliche und psychologische Untersuchungen seien ein erlaubtes Mittel, um herauszufinden, ob Arbeitssuchende erwerbsfähig oder für bestimmte Aus- und Fortbildungsmaßnahmen geeignet seien.

Westkamp wollte doch nur helfen

Westkamp, so der WK, könne ohnehin nicht nachvollziehen, warum Arbeitslose die psychologische Untersuchung verweigern. Er nennt sie „unsere Kunden“ – und seine "Kunden" bekämen immer dann eine Einladung zum psychologischen Dienst der Arbeitsagentur, wenn Berufsberater bestimmte Eignungen oder die Belastbarkeit testen wollen.

Westkamp lügt

Dies ist nur eine der unzähligen Lügen des Herrn Westkamp, Ehemann der SPD-Genossin, der Weseler Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. Dazu auf dieser Seite vorherigen Artikel lesen. Insbesondere den Absatz: "Wer rebelliert muß zum Psychodienst" und wie ein Erwerbsloser zu medizinischen Zwangsuntersuchungen gezwungen werden sollte, weil er Strafanzeigen gegen JC-Mitarbeiter stellte, dazu bitte lesen: "Herr Facklam versucht mit Sanktionsandrohung an Gesundheitsdaten heranzukommen"

Westkamp, so der WK weiter: " wir wollen doch niemandem was Schlimmes, wir wollen unseren Kunden doch nur helfen, einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden.
(Quelle: WK, Britta Schlesselmann 15.05.2012)