Die Falschmeldungen und Täuschungen
des B&B-Reporters Sebastian Manz

Erst war er Journalist beim Weser-Kurier, dann wechselte - wie so einige seiner Kollegen - zu Radio Bremen (hier Buten&Binnen). Treu blieb Herr Manz aber den Täuschungen und Falschmeldungen in so manchen seiner Beiträge.
Jüngstes Beispiel: am 21.2.14 berichtet Manz über das gescheiterte Angebot des Investors ECE den größtenteils leerstehenden Lloydhof zu übernehmen und das Interesse des ZECH-Konsortiums. Herrn Manz gelang mit seinem Kameramann dabei eine preisverdächtige Kameraführung. Sein Team filmte im Lloydhof so, dass die Leerstände nicht zu sehen waren. Es wirkte, als sei der Lloydhof ein gutgehendes Einkaufscenter.
Doch es ist nicht das erste Mal, daß Herr Manz unseriöse Berichterstattung im Dienste von Bremen macht. Für die Zech-Gruppe schrieb er schon eine anderen Artikelin seiner Weser-Kurier-Zeit, in dem er natürlich die zahlreichen Skandale in diesem Zusammenhang nicht erwähnte. Ein weiterer unseriöser Artikel den er zusammen mit Peter Mlodoch am 30.11.11 schrieb, war "4700 neue Jobs bei Bremens Dienstleistern - Studie attestiert der Branche in der Hansestadt überdurchschnittliches Potenzial / Sorge um Fachkräftemangel“.
Auf die 4700 neuen Jobs wartet man in Bremen - 3 Jahre später - heute noch.
Im Artikel stellte er auch die Behauptung auf, daß besonders Kaufleute für den IT-Bereich sowie Facharbeiter in Metall- und Elektroberufen gefragt seien ".
Hbpublik recherchierte: zum Zeitpunkt des Artikels des Herrn Manz gab es ca. 200 arbeitssuchende IT-Fachkräfte in Bremen. Soweit zu den "besonders gesuchten" IT-Fachkräften in Bremen.
Als wir Herrn Manz zu den Behauptungen in seinem Artikel befragten, antwortete er nicht.

Quellen des Herrn Manz nicht mal ansatzweise neutral

Die Quellen des Herrn Manz waren übrigens keine neutralen Quellen. Es handelte sich um ein Inkassobüro und einen Unternehmerverband: „creditreform" und "AGA“.
Auf der Webseite der "AGA" schrieb die AGA über sich selbst: im Servicebereich Politik & Information zählt die Lobbyarbeit, die durch eine aktive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt wird. Der AGA mischt sich politisch ein, wenn es um die Interessen der mittelständischen Wirtschaft im Norden geht. Dank seines engen politischen Netzwerkes verschafft der AGA den Interessen seiner Mitglieder Gehör bei Politikern, Behörden, Landes- und Bundesministerien und - über sein Verbändenetzwerk - auf europäischer Ebene.

Zahlen von Manz kamen nur durch anonyme Umfrage zustande

Am 9.12.11 führte Hbpublik zu dem Artikel der Herren Manz/Mlodoch ein Telefonat mit der AGA, Herrn Dr. Eisold: Dieser erklärte uns, dass die angeblich 4700 Jobs für Bremen durch eine anonyme Umfrage an Unternehmen in Bremen zustande gekommen seien. Dabei wurde nicht einmal hinterfragt, wieviel Mini- oder Teilzeitjobs darin enthalten waren. Es handelt sich bei diesen, von Manz veröffentlichten Zahlen also weder um eine gesicherte unabhängige Statistik, noch um Angaben, ob es sich um echte Arbeitsplätze handelte, die ein unterstützungsunabhängiges Einkommen sicherten (Aufstocker).
Doch die unseriöse Berichterstattung des Herrn Manz ging noch weiter: im Artikel ließ er über Fachkräfte hetzen. Dafür ließ er - ausgerechnet -den Creditreform-Geschäftsführer Holger Bissel sagen: Fachkräfte hätten keine Lust zu arbeiten: "Zwar seien durchaus Intelligenz und Fachkenntnisse vorhanden, oft fehle es aber schlicht an der „Lust zum Arbeiten“. Viele der neu eingestellten Arbeitnehmer, insbesondere Akademiker, hätten bereits Probleme mit dem frühen Aufstehen.

Wer wissen will, was es wirklich mit dem angeblichen Fachkräftemangel auf sich hat, bitte hier weiterlesen:
"Das Märchen vom Fachkräftemangel". Die Behauptungen von Herrn Manz und Co werden dort widerlegt.

Tsunami-Projektkoordinator in Indien für den ASB -
Im ASB-Vorstand: SPD-Abgeordneter mit RB als Kunde und
Landesrundfunkausschuß-Geschäftspartner

Hier der Lebenslauf des Herrn Manz, den wir im Web über ihn fanden:

- 2003 - 2009 Studium Hochschule Bremen Politikmanagement
gleichzeitig lernte er 2004 - 2005 am "Indian Institute of Technology Madras", Social Science, Indische Kulturgeschichte, Politische Philosophie, Lobbying
- 2000 - 2001 Reporter „Münchner Merkur“
- 2002 - 2002 drei Monate Reporter beim „Göttinger Tageblatt“
- 2002 - 2002, 4 Monate Praktikant bei RTL
-2002 - 2003 Radio- & TV-Marketing „V2 Records“
- 2005 - 2005 vier Monate Assistent der Projektleitung Tsunami-Hilfe ASB, Indien
Interessant ist in dem Zusammenhang:
Andreas Kottisch, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter und IT-Unternehmer (Er ist Vorstand der "ePhilos aG") ist stellvertender Vorsitzender des ASB Bremen. (Stand 2014).
Einer der Kunden von "ePhilos aG" ist, ist - man rate - Radio Bremen.
Einer der Geschäftspartner des Herrn Kottisch ist wiederum Dirk Schwampe (Medienwissenschaftler), Geschäftsführender Gesellschafter NEUSTA GmbH, Inhaber der Firma ebm consult und Mitglied des Landesrundfunkausschusses der Bremischen Landesmedienanstalt. Auf der Webseite des Landesrundfunkausschusses wird Herr Schwampe allerdings nur als Mitglied des CVJM (Christlicher Verein junger Menschen) angegeben. Ein weiterer Geschäftsführer ist Carsten Meyer-Heder, der 2014 zum Unternehmer des Jahres gewählt wurde. Von wem? Unter anderem von der Sparkasse Bremen.
Zu den Kunden der zur NEUSTA-Gruppe der Herrn Schwampe/Meyer-Heder gehörenden Agentur „Interwall“ gehören oder gehörten: die VHS, „Joke“ (gehört zur Sparkasse), GEWOBA, Airport Bremen, Bremen Marketing, Brepark, Bremer Tourismus Zentrale, Beluga, WFB Bremen, Bäder Brhv. Auch hier also wieder direkte Verbindungen zu bremeneigenen Firmen.
Beluga wiederum war mit der Sparkasse und dem Weser-Kurier beteiligt am CenterTV, dessen Geschäftsführer bis 2010 SPD-Bürgermeistersohn Maik Wedemeier war. (Dazu bitte lesen: "BELUGA, Center TV, WK und die Sparkasse"). Maik Wedemeier wird übrigens 2014 Mitglied des Rundfunkausschusses, ebenso wie Sören Böhrnsen, Neffe des SPD-Bürgermeisters Böhrnsen.
(Zur NEUSTA-Group gehört auch „neusta mobile solutions“ -vorher „mobile solution group“ - An dieser war die Uni Bremen beteiligt. Bremen trennte sich jedoch von seinen Anteilen.
Übrigens, ASB-Vorstandsmitglied Herr Kottisch bekam im Weser-Kurier, also vom Arbeitgeber des Herrn Manz, Publicity. So am 14.5.11 unter dem Titel „Bremer Firmen schaffen 2011 viele Jobs „ „Bremer Unternehmer wie etwa Andreas Kottisch vom Softwareentwickler ephilos könnten deutlich stärker wachsen, würden sie die Mitarbeiter dafür finden. „Es ist aber sehr schwer, geeignete Fachkräfte anzuwerben“, klagt Kottisch.“
Der WK verschwieg in dem Artikel - wie auch später B&B -, dass es sich bei Herrn Kottisch um einen Bremer SPD-Abgeordneten handelte.

Und weiter gehts mit dem Lebenslauf des Herrn Manz:
2004 - 05/2006, also gleichzeitig zu seiner "Tsunami-Hilfe" ist Sebastian Manz Reporter Stadtmagazin „Prinz“, Bremen
- 08/2004 - 12/2007 Projektleiter „Community Care e.V“. Ein Verein, den man nicht im Web findet
- 12/2003 - 03/2008 Stellvertretender Geschäftsführer der Szene-Kneipe„ Litfass“, Bremen, also während er in Indien den Tsunamsi-Opfern half und bei "Prinz" tätig war.
- 04/2006 - 08/2008 Booking Agent und Artist Manager „Plantage 13“, Bremen (zur Plantage 13" und seinen politischen Verbindungen zu den Grünen bitte lesen: "Leben in Findorff", die „Lilie“, "Rätsch-Communications" "Plantage13" und die grüne "Heinrich-Böll-Stiftung"

09/2008 - 08/2010 Redaktionsvolontär Bremer Tageszeitungen AG
- 08/2010 - 03/2012 Redakteur Weser-Kurier
- danach bei Radio Bremen, "B&B"

Herr Manz wollte Hbpublik verklagen

Wir bekamen eine Mail von Herrn Manz. Darin erklärte er, erwürde uns verklagen, wenn wir diesen Artikel über ihn nicht löschen würden.
Welche mit Radio Bremen in Verbindung stehenden Personen oder andere Staatsgenossen oder Journalisten uns sonst noch so verklagen wollte, dazu bitte lesen :
"Die Hübotters, die Werbeagentur „Planet Mutlu“ und das Verwaltungsgericht" und
"Die Parteijournalistin und ihre PR-Artikel für das "Mix"
Wie RB-Mitarbeiter die "Montagsdemo verklagen wollte, dazu bitte lesen
"Ex-WK-Redakteurin B&B-Chefin Hellwig wollte Arbeitslose verklagen"