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Wie B&B die Erwerbslosenzahlen
manipuliert

"Im Land Bremen hatten im vergangenen Jahr so viele Menschen Arbeit wie zuletzt vor 22 Jahren". Eine Meldung der B&B-Nachrichtensprecherin Jessica Bloem am 24.1.13, die sie , ohne rot zu werden, verkündet. Eine Meldung des Staatssender Radio Bremen so ganz nach seinem Geschmack.
Was die Staatsjournalisten von B&B unterschlagen - manche nenne sie auch mittlerweile Auftragsjournalisten - ist:
40 Prozent aller Bremer Beschäftigten arbeiten mittlerweile im Niedrigeinkommensbereich. Fast 50.000 Minijobber gibt es in Bremen, die als Erwerbstätige gezählt werden und um die 3000 Ein-Euro-Jobber. Ca. 20% der Erwerbslosen in Bremen sind sogenannte Aufstocker. Das sind die, die als Erwerbstätige gezählt werden, aber aufgrund eines Lohns, der nicht zum Leben reicht, zusätzliche Sozialleistungen vom Jobcenter bekommen.
Dazu bitte auch lesen: "Investigativer Journalismus made in Bremen: das Image Bremes voranbringen"

242.000 Euro Gehalt für Intendanten des defizitären Radio Bremen

Lange versuchte Radio Bremen detaillierte Angaben zum Intendantengehalt zu verhindern, doch nun, nachdem andere Sender schon vor Jahren ihre Intendantengehälter datailliert preisgaben, legte RB es offen:
Das Gehalt des RB-Intendanten Jan Metzger (Schwager von SPD-Abgeordneten Dagmar Metzger. Sein Vater war SPD-Oberbürgermeister von Darmstadt) -Stand 2011: 242.000 Euro.
Es liegt damit z. B. weit über dem der Chefin der ARD-Anstalt Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).
Erstaunlich ist, was RB vorher als Gesamtsumme angab: Laut Spiegel-online (13.8.2010) hätten Intendant und Programmdirektor 2009 zusammen 297.000 Euro verdient . Erstaunlich, denn dann hätte der Programmdirektor ja nur 55.000 Euro jährlich verdient. Eine Summe die absolut unglaubwürdig ist.
Dazu bitte auch lesen: "RB-Intendant kommt aus strammer SPD-Familie"

Wie 2 WK-Journalistinnen die Propaganda der Bundesregierung nachplappern

"Tiefstand bei Arbeitslosigkeit" so titeln die beiden der Weser-Kurier-Journalistinnen Gesa Wicke und Andrea Tiedemann am 4.1.13.
Oder sollte man besser sagen plappern in einem Artikel ohne Substanz und journalistischem Tiefgang nach?
Was Frau Wicke (die auch schon mal als Leserin getarnt in ihrer eigenen Zeitung Leserbriefe zu Ex-Verteidigungsminister Guttenberg und den Plagiatsvorwürfen Stellung nimmt) und Andrea Tiedemann hier schreiben, ist nichts anderes als die Veröffentlichung der Propaganda der Bundesregierung und das Abschreiben von Standardpressemeldungen

Denn was diese "Jubelmeldung", die gleich nach der WK-Meldung "Neuer Höchstand bei Erwerbstätigen" (3.1.13) kam, relativieren würde, schreiben Frau Wicke und Tiedemann lieber nicht: nämlich wie diese Arbeitslosenstatistik frisiert wird.
- Als nicht arbeitslos gelten jene, die an Maßnahmen der Arbeitsförderung teilnehmen (Fort- und Weiterbildung,Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen).
Ebenso gelten Ein-Euro-Jobber als nicht arbeitlsos.
Über 58 Jährige erscheinen in der statistik ebenfalls nicht mehr als Arbeitslose.
Auch diejenigen nicht mit deren Vermittlung private Anbieter beauftragt sind.
Über 1,6 Millionen Erwerbslose weniger werden so nicht als Erwerbslose erfasst.

Zur "Jubelmeldung" "Neuer Höchstand bei Erwerbstätigen":

Welcher Preis der "Höchstand der Erwerbstätigen" hat:
- ca. 26 % der Stellen in Deutschland sind 400-Euro-Jobs
- 7% der Arbeitnehmer in Deutschland sind trotz Arbeit armutsgefährdet
- 11% der Arbeitnehmer in Deutschland verdienen weniger als 8,50,-
- Die meisten Niedriglohnempfänger von ganz Europa hat Deutschland.
- Anteil der Leiharbeit bei neu entstandenen Stellen in den letzten Jahren in Deutschland:75% - größte Einkommenseinbußen bei unteren Lohngruppen. Beschäftigte in den unteren Einkommensgruppen hatten in den vergangenen Jahr 16 bis 22 Prozent weniger Gehlat als im Jahr 2000. Wer im Jahr 2000 noch ein reales Nettoeinkommen von 835 Euro hatte, kam zehn Jahre später bei einem Minus von 16 Prozent nur noch auf 705 Euro.
Zur WK-Journalistin Gesa Wicke bitte auch lesen "Wie der WK Kommentare seiner Mitarbeiter als "Leserbriefe tarnt"...

Wie der Weser-Kurier Mitteilungen der Umweltbehörde
unrecherchiert nachplappert

Ein paar Tage, nachdem Hbpublik recherchierte, warum Bremen auf der Bürgerweide flächendeckend Streusalz einsetzt, plappert der Weser-Kurier die falschen Angaben der Umweltbehörde nach.
Weiterlesen unter "Bremer Umweltbehörde untätig bei Verstößen gegen Streusalzanwenung durch Behördenkollegen?

"Buten un Binnen"
Das Radio Bremen-Magazin vertuscht bei Anklage wegen schwerer Sexualstraftat erneut,
dass es sich um einen hochrangigen SPD-Politiker handelt

Auch Monate nachdem der Bremer Vizechef der SPD-Stadt Frank S. wegen des Verdachts einer schweren Sexualstraftat inhaftiert wurde, vertuschen Bremer Medien immer noch dessen SPD-Parteizugehörigkeit.
Am dreistesten vertuschen mal wieder die Staatsjournalisten von "Buten un Binnen" (B&B) den Skandal ,dass es sich um einen hochrangigen SPD-Politiker handelt, der früher eine umfassende mediale Präsenz in Bremer Medien bekam.
Anläßlich der Anklageerhebung gegen Frank S. berichtet B&B am 10.1.13 lediglich von einem „Bremer Jugendreiseveranstalter". Doch dies war er nur nebenberuflich. Der WK am 11.1.13 schreibt von einem „40 Jahre alten Ortspolitiker“, ohne natürlich die SPD zu nennen.

Dafür gibt es den Medienpreis "SCHWARZER KANAL"

Dazu bitte lesen: "Bremer Vizechef SPD-Stadt wegen Vergewaltigung verhaftet - Bremens Medien vertuschen"

Die Falschmeldungen des
WK-Journalisten Dickau beim Thema Verkehr und Nichtwähler

Nichtwähler sind faul und die Findorffer wollen eine Straßenbahn. Solche Äußerungen macht der WK-Journalist Helge Dickau in seinem Kommentar „Mehr davon“ vom 4.1.13 zur "Bürgerbeteiligung" in Bremen.
„Seine Äußerungen: "...Im Allgemeinen ist der Bürger ja faul. Das sieht man an geringen Wahlbeteiligungen oder auch an zwar öffentlichen, aber schlecht besuchten Beiratssitzungen...“

Dickau manipuliert Verkehrspläne in Bremen: angeblicher Wunsch nach Straßenbahn obwohl sich weniger als 1% äußerten

Im Innenteil unter „Meinungen zum Bremer Verkehr schreibt er u. a. „... und die Bahnfahrer? Die wünschen sich eine Straßenbahn für Findorff“
A
uf Anfrage erklärt Herr Dickau, dass es ja auf der Webseite bremen-bewegen.de ca. 250 Zustimmungen gegeben hätte.
Doch das sind gemessen an der Findorffer Einwohnern unter ein Prozent der Bevölkerung. Auf diesen Einwand antwortete Herr Dickau dann nicht mehr.
Wie Herr Dickau die rücksichtslosesten Radfahrer zu Gesprächspartnern in Sachen Verkehrmacht, dazu bitte lesen: ""Wie der WK die rücksichtslosesten Radfahrer zu Gesprächspartnern macht"

Diskussion um Verkehrspläne nicht im Findorff, sondern am Ende von Gröpelingen

Und die schlecht besuchten Beiratssitzungen, die Herr Dickau moniert:
Dazu muß man wissen, wo z. B. das Thema Findorffer Straßenbahn diskutiert wird. Nicht etwa in Findorff, sondern am Ende von Gröpelingen (fast schon Oslebshausen) im Nachbarschaftshaus na‘. Womit vorprogrammiert ist, dass aufgrund der Distanz kaum ein Findorffer dort erscheint, aber sicherlich die „Aktivisten“ der entsprechenden Partei die dieses durchsetzten will, ohne die Bürger wirklich zu fragen. (Zu diesen "Aktivisten" bitte über die sogenannte Bürgerinitiative "Leben in Findorff" in der Rubrik Stadtteile / Findorff lesen.)
Ein weiterer Grund für schlecht besuchte Beiratssitzungen ist die Tatsache, dass die anwesenden Bürger nur Statisten sind im üblichen politischen Spiel. Letztendlich entscheiden die Parteigneossen wie sie wollen, denn wirkliche, das heißt nachprüfbare Bürgerbefragungen gibt es grundsätzlich nicht.

Ebenso macht es WR-Reporter Martin Bollmann, der am 9.1.13 im WR den BSAG-Sprecher Jens Christian Meyer zitiert: „auch die Bevölkerung sei für eine neue Streaßenbahnlinie offen“. Woher er das weiß, läßt der WR-Reporter Bollmann offen.
Es ist der gleiche Herr Bollmann, der die angebliche "Bürgerinitiative Leben in Findorff" medienpräsent machte, die Verkehrspolitik der Grünen durchsetzen will, ohne die Bevölkerung zu befragen.
Ob eine wirkliche Bürgerbefragung vielleicht tatsächlich einen Straßenabahnwunsch ergibt, ist möglich. Aber solange sie nicht durchgeführt wird, eine pure Spekulation.

Dickau: Nichtwähler sind faul

Weser-Kurier Journalist Dickau findet auch gleich einen Grund für die Verweigerung der Bürger an solchen Pseudo-Bürgerbeteiligungen, die sich ja auch bei den Wahlen zeigen: Für ihn sind Nichtwähler einfach faul.
Dass das nicht annähernd stimmt hätte Herr Dickau einfach recherchieren können. In Untersuchungen wird von "Verdrossenheit oder Verunsicherung gesprochen - aber kein Experte spricht von faulen Nichtwählern.

Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap hat vor und nach der Bundestagswahl 2012 im Auftrag der Initiative ProDialog genau die Motive in einer Studie untersucht. Dafür wurden 392 Bundesbürger zu ihrem Interesse an der Wahl befragt - mit eindeutigen Ergebnissen, so die Meinungsforscher: Die Befragten wünschen sich vor allem, dass Politiker glaubwürdiger werden und Probleme besser lösen.

Sieben von zehn Befragten interessierten sich wenig bis gar nicht für die Bundestagswahl 2009, heißt es in der Auswertung. Die Autoren der Studie kommen aber ebenfalls zu dem Schluss, dass die Nichtwähler „keineswegs verdrossen von der Demokratie“ seien. Denn, so ein weiteres Ergebnis, nur 16 Prozent der Befragten halten Wahlen für überflüssig und nur ein Drittel interessiert sich nach eigenen Angaben nicht für Politik.