Medien

Wie der WK bagiskritische Leserbriefe zensiert

Am 3. Juni 09 erschien im Weserkurier ein unsäglich unkritischer Artikel über die Bagis mit dem Titel: „Kunden immer zufriedener“. Einer der gerade aktuell betroffenen „Kunden“, Gerolf B. schrieb daraufhin einen Leserbrief. Erst wurde er nicht vom WK veröffentlicht, dann auf Beschwerde des Autors zwar veröffentlicht, aber in weiten Teilen zensiert. Zum gleichen Thema schrieb auch Joachim R. Auch seine Leserbriefe wurden nicht veröffentlicht.
Ähnlich erging es auch anderen wie z. B. Harald B. dessen Leserbrief unter anderem zum Thema Kürzungen im Sozialbereich in Bremen am 5. Juni 2009 zwar veröffentlicht wurde, aber in den entscheidenden Passagen gekürzt wurde.
Üblicherweise redet sich der WK mit Platzmangel heraus. Daß dies nicht den Tatsachen entspricht, belegt - wenn man genau die Namen der Leserbriefschreiber verfolgt - daß bestimmte Personen mit ihren (langen) Leserbriefen überproportional vertreten sind. Häufig handelt es sich dabei um Parteimitglieder.

WK verschweigt Zugehörigkeit des IAB zur Bundesanstalt
für Arbeit

Im Wk liest man über das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB.
Es läßt den IAB-"Forscher" Mark Trappmann erklären: “Wer sechs Euro in der Stunde verdient, ist zufriedener als jene, die in Hartz IV verbleiben“
. Der WK verschweigt, was dies unverschämte Äußerung erklären würde:
Das IAB wurde als Forschungseinrichtung der Bundesanstalt für Arbeit gegründet.

WK-Journalist weigert sich Falschmeldungen
richtig zu stellen

Basierend auf einem Gerichtsurteil veröffentlicht WK-Journalist Dr. Bernd Schneider (der spätere Sprecher der Sozialbehörde, vorgesetzte Dienststelle der BAgis/Jobcenter), die Behauptung der Bagis bei Leistungskürzungen würden zukünftig Sachleistungen gewährt.
Journalist Schneider bekommt die Info von einem unserer Redaktionsmitglieder, daß diese Behauptung der Bagis unwahr sei und die Bagis ganz aktuell wieder dagegen verstoßen habe. Beweise könnte man ihm auf Wunsch liefern.
Herr Schneider zeigt keinerlei Interesse.
Herr Dr. Bernd Schneider ist seit 2011 Pressesprecher der Sozialbehörde.

WK verschweigt
"Innova"/Bagis-Skandal

Am 24.9.10 berichtet WK-Journalist Dr. Bernd Schneider im Zusammenhang mit der "Bürgerarbeit" für Erwerbslose über die "Innova"-Privatakademie, die von der Bagis Geld bekommt um "Maßnahmen" für Erwerbslose durchzuführen. Wieder behauptet Schneider, die Bürgerabeit verdränge keine reguläre Arbeit.

Am 4.12.10 gibt es erneut einen großen Artikel von Schneider über die Bürgerarbeit als Fahrgastbegleiter bei der Bremer Straßenbahn AG.

Am 10.12.10 berichtet B&B über einen Skandal bei der im Artikel von Schneider erwähnte "Innova. Teilnehmer berichteten, daß in den 5 Wochen bei der "Innova" kein Unterricht oder Bewerbungstraining stattfand. Um die Zeit rumzukriegen tranken sie Kaffee, haben Zeitung gelesen und sei rauchen gegangen. Bei Innova gäbe es nicht einmal genug Schreibtische oder PC zum arbeiten. Es sei nur 1 Dozent dagewesen, der nicht mal wußte, was er da unterrichten sollte. Die Bagis - obwohl sie darüber im Vorfeld informiert gewesen sei - hätte nicht reagiert.

Obwohl der übliche Weg bei Meldungen in Bremen der ist, daß zuerst B&B darüber berichtet und der Wk diese Meldungen dann am nächsten Tag übernimmt, liest man diesmal nichts im WK von dem "Innova"-Skandal.

Stattdessen gibt es am 13.12.10 im WK dann den fast identischen Artikel vom 4.12.10 noch einmal: Nur der Name des Autors wechselte. Der "Innova"-Skandal wird verschwiegen.

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WK verschweigt
Demo vor Bagis

Im Februar 2010 fand eine Demo vor der Bagis gegen die Anwerbung von Soldaten für die Bundeswehr in den Räumen der Bagis statt. Ein großes Polizeiaufgebot verhinderte, daß Demonstranten zu dieser miliitärischen Werbeveranstaltung vordringen konnten. Der WK schwieg darüber.

WK behauptet: breite Zustimmung für Bürgerarbeit

In einem Artikel v. 15.7.10 von WK-Journalistin Birgit Bruns unter dem Title "Bürgerarbeit: 200 Stellen in Bremen. Ziel: Langzeitarbeitslose integrieren" behauptet Frau Bruns:
"Die von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen ins Leben gerufene Bürgerarbeit stößt auch in Bremen auf breite Zustimmung"
Bei wem es diese "breite Zustimmung" gibt, darüber schreibt sie nichts.
Frau Bruns erwähnt auch mit keinem Wort, daß es sich um Zwangsarbeit handelt, da wer nicht mitmachten will finanziell durch Sanktionen seitens der Bagis ruiniert werden kann
Sie findet auch nichts dabei, daß man für eine solche Arbeit 900 Euro brutto bekommen soll.

WK-Journalisten befürworten Schneeschiebe-Pflicht für Erwerbslose - streiken aber selbst für ihr Urlaubsgeld

In einem Interview am 20.2.10 mit Heiner Geißler (CDU) erklärt das WK-Journalistenduo Hans-Ulrich Brandt und Joerg Helge Wagner:
„...Man will die Leute zumindest wieder in die Nähe von Arbeit bringen - in der Hoffnung, dass daraus Arbeitsverhältnisse entstehen. Das scheint zu funktionieren“

Die Antwort Geißlers darauf:
„Wenn Sie als Journalist in Bremen arbeitslos werden, kommen Sie doch durch Schneeschippen nicht wieder in die Nähe eines angemessenen Jobs.
Es kommt auf den Begriff der Arbeit an: Was muten wir den Menschen zu? Wir können ihnen nur eine Arbeit zumuten, die menschenwürdig ist und von der sie leben können. Alles andere ist Schikane.“
Derselbe Hans-Ulrich Brandt streikte am 4.5.11 und erneut im Juli 11 mit anderen WK-Journalisten weil der Bundesverband der Zeitungsverleger neue Tarifverträge für sie fordert. Darin sind unter anderem Weihnachts- und Urlaubsgeld nicht mehr vorgeshen.

Neuanfänger würden bis zu 30% weniger Geld bekommen, beschwerte sich Brandt: „Journalisten würden als Endgehalt nur noch 3800,- brutto verdienen. Ein Anfangsgehalt würden dann 1500,- Euro brutto sein.
B&B 4.5.11

Ex-WK-Redakteurin B&B-Chefin Hellwig wollte
Arbeitslose verklagen

Silke Hellwig, ehemalige Weser-Kurier Redakteurin, seinerzeit Redaktionsleiterin bei B&B wollte die „Montagsdemo“, die sich speziell mit Hartz IV auseinandersetzt, verklagen.
In einem B&B-Beitrag hatte der Sender - wie üblich - äußerst positiv über 1-Euro-Jobs berichtet.
F
ür die Montagsdemonstrantin Elisabeth Graf hielt diesen Beitrag für „stupide Volksverdummung“, den „die Bild-Zeitung nicht besser hingekriegt hätte“. Für sie ist es „unverantwortlich, für menschenverachtenden Ein-Euro-Jobs, die sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze vernichten, die jahrzehntelang erkämpfte Arbeitnehmerrechte in die Tonne treten" Werbung zu betreiben, schrieb sie an Radio Bremen.
In dem Zusammenahng lud sie Silke Hellwig ein zur Montagsdemo zu kommen
Hellwigs Antwortbrief mit der Stellungnahme zu 1-euro-Jobs veröffentlichte die Montagsdemo auf ihrer Webseite. Hellwig drohte daraufhin mit rechtlichen Schritten.
Bitte auch lesen: "Silke Hellwig Silke Hellwig: Vom Weser-Kurier zu Radio Bremen und wieder zum Weser-Kurier"
und
"
Ausgerechnet WK-Chefredakteurin Hellwig
fordert moralisches Gericht bei korrupten Politikern"

Ex-WK-Journalist wird
neuer B&B-Chef

Nachdem Silke Hellwig als B&B-Chefin überraschend abgelöst wurde, wird sie ersetzt durch einen anderen ehemaligen Weser-Kurier-Journalisten: Andreas Neumann. So hat sich auch an der B&B-Hofberichterstattung nicht viel geändert. Welches der neue Job für Frau Hellwig ist, ist leider nicht bekannt. Obwohl B&B sonst über so vieles berichtet, hält es sich in eigener Sache stets bedeckt. Auf jeden Fall arbeitet sie immer noch im Hintergrund für B&B.

Hellwig wird WK-Chefredakteurin

September 2011: Hellwig geht wieder zum WK: als Chefredakteurin

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Wie der WK gezielte Desinformation betreibt

Journalist Schneider behauptet in einem Artikel: "Dennoch fallen Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose weg sowie Stellen bei den Unternehmen, die eigens dafür gegründet wurden, Langzeitarbeitslose sinnvoll zu beschäftigen"
Er zitiert z.B darin Uwe Mühlmeyer, Vorsitzender im Verbund der arbeitsmarktpolitischen Dienstleister in Bremen VADIB: „Es geht um Menschen, die fast keine Chance haben, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“.

Das dies eine gezielte Desinformation ist lesen Sie hier:

Arbeitsagentur: Nur 14,3% finden durch 1-Euro-Jobs reguläre Stellen

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geht davon aus, dass mehr als die Hälfte der Ein-Euro-Jobber tüchtige Leute sind, die aus dem Stand fähig wären, in ganz normalen Jobs zu arbeiten, wenn sie nur eine Bewährungschance bekämen.
Das ergab eine IAB Umfrage bei Unternehmern, die Ein- Euro-Jobber eingestellt hatten.
Die Bundesagentur für Arbeit fand heraus, dass zuletzt (2010) nur noch 14,3 % der Ein-Euro-Jobber hinterher in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis unterkamen.
In einem Prüfbericht des Bundesrechnungshofes heißt es: „Messbare Integrationsfortschritte waren nicht erkennbar.“
Vergangene Woche kündigte Agenturvorstand Heinrich Alt zum wiederholten Male an, dass seine Behörde die Zahl der Ein-Euro-Jobs deutlich reduzieren werde. Doch in den Jobcentern vor Ort werden sie regelmäßig ausgedehnt, auch auf Druck der Kommunen.So ist ihre Zahl in den vergangenen Jahren nahezu konstant geblieben.

Jens Regg, selbst Geschäftsführer bei der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Berlin-Brandenburg sagte zu dem Thema:

„Wir haben zu 80 Prozent Blödsinn finanziert.“

Wie so ein Blödsinn aussieht:
Die Toys-Company"

Der Spiegel nennt in diesem Zusammenhang die „Toys Company“ der Dekra als Beispiel, bei der 1-Euro-jobber alte Puzzle-Spiel wochenlang auf Vollzähligkeit der Teile prüfen müssen. Diese wurde in B&B als sinnvolles Projekt vorgestellt!!

Interessant ist auch, was der Weser-Kurier außerdem nie veröffentlichte.
49 Milliarden Euro haben der Bund und die Kommunen 2010 für Hartz-IV-Empfänger ausgegeben, etwa drei Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor. Doch nur ein Teil des Geldes, 24 Milliarden Euro, ist unmittelbar für die Betroffenen bestimmt. Der Rest fließt in eine Branche, der es umso besser geht, je mehr Menschen auf staatliche Hilfe angewiesen sind. Für Fortbildungseinrichtungen, private Arbeitsvermittler, Rechtsanwälte und Wohlfahrtskonzerne.
Schon heute schätzen Experten den Umsatz der Branche auf rund 25 Milliarden Euro.

Bei einer Veranstaltung der „Bundesarbeitsgemeinschaft Arbeit“, eine Art Dachverband der Hartz-IV-Industrie, sagte Stefan Sell, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Koblenz:
„Seien wir ehrlich, wir werfen Milliarden zum Fenster hinaus. Wir betrügen die Leute. Was wir machen, ist zum großen Teil Schrott.“
Sell war beim Arbeitsamt in Gelsenkirchen und Referent für Arbeitsmarktpolitik im Bundeskanzleramt unter Helmut Kohl, er leitete das Arbeitsamt in Tübingen und forschte für das Landesarbeitsamt Baden-Württemberg.
Sell erntete keinen Widerspruch, im Gegenteil. Es gab kräftigen Applaus.
Spiegel 1/11

Doch die Bremer Grünen sind unbelehrbar. Sie verdrehen die Tatsachen im WK indem sie die Proteste der Beschäftigungsträger - das sind die, die an den 1-Euro-Jobbern verdienen - als sinnvolle Lösung bezeichnen. Doch solche Äußerungen der Grünen sind nicht verwunderlich. Sind es doch ihre Anhänger die - neben den Gewerkschaften - im Geschäft mit den Erwerbslosen ihr Geld verdienen.
Interessant sind hier besonders die Äußerungen der grünen Abgeordneten Silvia Schön: „Das war ein Lehrstück für aktive Bürgergesellschaft.“
Man erinnere sich:
Silvia Schön, Ex IGMetall-Genossin und BAG-Aufsichtratsvorsitzende (BAG verwaltet die 1-euro-Jobs) bezog nach ihrem Einzug in die Bürgerschaft neben ihren Basisdiäten von 2.500 Euro über Monate nach der Wahl parallel noch ein Geschäftsführerinnen-Gehalt in Höhe von 2000,- Euro netto bei der Bremer Umwelt-Beratung.
Das wäre doch auch eine tolle Stelle für einen 1-Euro-Jobber gewesen.


Die Radio Bremen Journalistin Lübke und ihre Reise nach Nordkorea

Britta-Susann Lübke in der DDR geborenen Radio Bremen Regisseurin. Produzentin und Journalistin.
2002 begleitete Lübke ihren Vater, Wilfried Lübke, nach Nordkorea. Dieser hatte dort 1956/57 als Mitglied der Deutschen Arbeitsgruppe der DDR beim Wiederaufbau der Stadt geholfen. Kurz vor dem Bau der Mauer flohen er und seine Frau in den Westen.